Bürgerprotestsong

13. September 2009

Zum Mitsingen von Süd bis Nord hier die Übersetzung von unserem Bürgerprotestsong

gesungen von Karin Hanf & Annemarie Stumpf


So darf es nicht werden

Melodie frei nach Bob Dylan

Willst Du in ein Versorgungszentrum gehen?
ist Dir denn klar wie das dann wird?
Jedes Mal einen anderen Doktor sehn´,
der Dir vielleicht gar nicht zuhört?
Nach stundenlanger Wartezeit
kommst Du dann endlich dran.
Der Doktor ist dir völlig fremd,
schaut Dich ganz ratlos an.
Er kennt Dich ja nicht, der gute Mann!

Na, na so geht es nicht!
Na, na, na, na so geht es nicht!
So darf es nicht sein so geht es nicht

Willst Du denn hundert Kilometer fahr´n,
bloß weil du eine Untersuchung brauchst?
Denn die Fachärzte sterben genauso aus,
wenn des passiert ist, ja, dann schaust!
Die Politik will alles zentral,
geballt auf engem Raum,
Für Rhönklinik Schmidt und Lauterbach
ist das ja schon lang der Traum!
Denn die, die wollen uns wieder hauen!

Na, na so geht es nicht!
Na, na, na, na so geht es nicht!
So darf es nicht sein so geht es nicht

Wenn es keine freien Praxen mehr gibt,
sagen wir euch jetzt wie es wird!
Die Wartelisten werden immer länger
und die Krankheit zu spät abgeklärt!
Wer früher stirbt ist länger tot,
darf das denn wirklich so sein?
Liebe Patienten erkennt doch Eure Not,
die Regierung, die brockt uns das ein!
Sagt, darf des denn wirklich so sein?

Na, na so geht es nicht!
Na, na, na, na so geht es nicht!
So darf es nicht sein so geht es nicht
Wir sagen NEIN!

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Sagen Sie ein klares NEIN zum Verkauf unseres Gesundheitssystems an Aktien-Konzerne

12. September 2009

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Unser Gesundheitswesen auf dem Weg zur Industrialisierung!

11. September 2009

Es geht nun auch im Gesundheitswesen um Gewinn und Verlust, anstatt um Mensch und Medizin! Die wohnortnahe Versorgung von kranken Menschen durch freie niedergelassene Ärzte wird durch Bürokratisierung und finanziellen Druck zunehmend gefährdet. Arztsitze werden von Investoren aufgekauft und so genannte MVZ (Medizinische Versorgungszentren) eingerichtet. Es sind Investoren die aus dem Gesundheitsmarkt Kapital schlagen. Der erste Schritt zum Verkauf unseres Gesundheitswesens wird über Klinikübernahmen an Kapitalgesellschaften lanciert. Die Rhön AG hat ihre Wachstumspläne bereits konkretisiert und spricht offen von dem Ziel die ambulanten Versorgung zu übernehmen. Als Patient werden wir dann wohl Ärzten gegenübersitzen die sich mehr für die Profitinteressen der Investoren interessieren müssen, als für uns als Patient. So wird dann Gesundheit zur Ware, der kranke Mensch zum Wertschöpfungsobjekt. Auf dem Weg zur Vermarktung des Gesundheitswesens fürchten Politiker, Lobbyisten und das Management der Investoren nichts mehr als einen Schulterschluss von informierten Bürgern. Gezielte Desinformationen prägen die öffentlichen Medien und Meinungen, über die Ziele der Gesundheitsindustrie, die eigentliche Sachlage bleibt bewusst ungeklärt.

Das große Erwachen kommt nach der Wahl, wenn alle wieder in ihren sicheren Sesseln sitzen…..! Deshalb lassen Sie uns ZUSAMMENSTEHEN und sagen Sie JA zum Bürgerschulterschluss. Übernehmen Sie die Verantwortung für sich, für ihre Kinder und Enkel und zeigen SIE Zivilcourage! Vergessen Sie nie: Wir müssen nicht aufstehen sondern wir KÖNNEN aufstehen und unser NEIN zu dieser Entwicklung sagen. Nutzen wir die Freiheit in dem wir es gemeinsam tun! Nur weil wir diese Freiheit nicht nutzen, sind solche Fehlentwicklungen wie im Gesundheitswesen möglich. Nach dem Motto der Kapitalgesellschaften (genau wie die Banken) ist doch egal, es steht doch keiner auf, also machen wir was wir wollen! Morgen um 13 Uhr im Olympiastadion KÖNNEN wir demonstrieren, wir lassen das, was mit uns im Gesundheitswesen geplant ist nicht zu! Ich zähl auf Sie, weil Sie nicht warten bis es zu spät ist und wissen es geht den Wahnsinn zu stoppen – wir müssen es nur tun!!!

Ihre Renate Hartwig

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Der Deal mit den Daten

10. September 2009

Die Politiker schreien: „Die Gesundheitskarte kommt. Todsicher!“ Ich sage: „Und sie kommt nicht. Kein Patient wird sich das gefallen lassen!“ Patienten brauchen nur ein bisschen ungefilterte Information – und sie werden die Gesundheitskarte als das durchschauen, was sie ist:

Die E-Card ist das Instrument der individualisierten Machtübernahme über den Patienten durch die Möglichkeit zum universalen Abgriff aller seiner relevanten Daten.

Nichts ist in der IT-Gesellschaft kostbarer als Daten. Daten sind das Gold der technisierten Welt. Wer die Daten besitzt, kann alles machen. Kein Investor muss mehr Autofabriken kaufen – das ist Business von gestern. Er braucht nur Daten und Lizenzen, dann laufen irgendwo die Teile vom Band. Wenn der Patient die Ware ist, die gehandelt wird – soviel dürfte klar sein – dann interessiert internationale Investoren nur eines: Daten, Daten, Daten! Wer die Daten hat, hat die Macht. Um das geht es - den Deal mit den Daten. Nur darum.

Zeigen wir im Schulterschluss am kommenden Sonntag den 13.9.2009, dass wir weder uns noch unsere Daten verkaufen lassen.

Ihre Renate Hartwig

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Was würde wohl geschehen, würde man die Bürger direkt und konkret fragen:

09. September 2009

Wollen Sie die ersatzlose Abschaffung Ihres Niedergelassenen Haus – oder Facharztes? Wollen Sie die Herrschaft der Großkonzerne über unsere Krankenhäuser? Wollen Sie die schleichende Privatisierung und Monopolisierung unseres Gesundheitswesens? Wollen Sie, dass Gesundheit in erster Linie ein „Markt“ ist? Wollen Sie das Aufgeben des Solidarprinzips im Gesundheitswesen? Wollen Sie, dass amerikanische, italienische und russische Investoren die Besitzer unserer Medizinischen Versorgungszentren werden, die den Arzt in unserer Nähe ersetzen sollen? Wollen Sie, dass das definitive Ende der wohnortnahen ärztlichen Versorgung eingeläutet wird? Wollen Sie, dass Ihr gesundheitlicher Status online überwacht wird? Wollen Sie, dass über die Gesundheitskarte „E-Card“ der Zugriff auf Ihre gesamte Gesundheitsakte (Stichwort „gläserner Patient“) möglich ist? Wollen Sie, dass es mehr Kassenangestellte als Ärzte gibt? Wollen Sie den Aufbau einer weiteren Gesundheitsbürokratie (Gesundheitsfonds)? Wollen Sie, dass aus Patienten Kunden und aus Ärzten Angestellte von börsennotierten Firmen werden?

Keiner stellte uns Bürgern diese konkreten Fragen! Stünden die angeschobenen Veränderungen im Programm einer der großen Volksparteien – sie bliebe unter ein Prozent, ganz einfach weil die Politiker sich nur noch selbst wählen würden. Längst ist jedoch der Nachweis geführt, dass die herrschenden Figuren in nahezu allen etablierten Parteien durch die von ihnen gesetzten Rahmenbedingungen genau die Wirklichkeit herstellen wollen, die ich mit den oben genannten Fragen skizziert habe.

Deshalb wird es im Olympiastadion KEINE parteipolitische Floskeln geben, sondern wir werden die Fakten nennen und zeigen, dass wir wache freie Bürger sind und es bleiben wollen. Kommen auch Sie ins Olympiastadion denn zusammen sind wir stark!

Ihre Renate Hartwig

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Und weil der Mensch ein Mensch ist …

08. September 2009

Jeder einzelne Pflegebedürftige ist kein Werkstück, sondern ein einmaliger Mensch. Natürlich erfordern Krankenhäuser wie Pflegeeinrichtungen aus logistischen Gründen eine gute Organisation. Nimmt die Logistik jedoch überhand, nimmt sie gar den ersten Stellenwert ein, fällt der Mensch als Mensch durchs Raster – und wird zum Fall. Er wird pauschalisiert. Das Wort pauschal passt vielleicht auf Urlaubsreisen, niemals aber auf Menschen in ihrer abhängigen Angewiesenheit auf ärztlich, pflegerische Hilfe. Auch wenn ich noch kein Pflegefall bin, und mit Gottes Hilfe auch keiner werde, denke ich die ganze Zeit an all die Pflegefälle, die als Menschen pauschal abgehandelt werden! Es wird ja nach „Fallpauschale“ vergütet – ein viel sagendes, mit Gift versetztes Wort. Menschliches Mitgefühl, das ist in dieser Art von Umgang mit Menschen schlichtweg gestrichen. Es wird Zeit, dass wir Patienten und Bürger das Aufbegehren jener Ärzte und Pflegekräfte unterstützen, die diese inhumane Abfertigen nicht mehr mitmachen wollen. Es muss einen breite Front der Ablehnung gegen eine Abfertigung nach industriemäßigen Kriterien geben. Das ist gegen die Würde des Menschen!

Wenn Sie für die Würde des Menschen einstehen, wenn Sie mit aufstehen um Mensch und Medizin gegen
Gewinn und Verlust der Heuschreckenmafia zu verteidigen, dann sehen wir uns am Sonntag im Olympiastadion in München um 13 Uhr Beginn der Bürgerprotestolympiade

Ihre Renate Hartwig

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Aufstehen ist angesagt!

07. September 2009

Wann hat die Politik in den letzten Jahren ein Versprechen eingelöst und gehalten? Wie war das mit den Versprechen der letzten Jahre während der verschiedenen Wahlkämpfe?

Und jetzt wieder Versprechungen, keine Fakten, keine Ergebnisse!

Es geht längst um die Zukunft unseres Gesundheitswesens. Aber auch um die Sicherung der Praxen nicht nur für die nächsten zwei bis drei Jahre, bis der Großteil in den Ruhestand gehen kann, sondern auch langfristig für junge Ärzte, die nachkommen und nicht ins Ausland wollen.

Die jungen Ärzte haben mit ihren Ängsten recht. Es handelt sich tatsächlich um arglistige Täuschung aller jungen Ärzte, die ihre Zulassung nach der ersten Gesundheitsreform erhalten haben. Und diese jungen Ärzte sind angetreten als freie niedergelassene Ärzte, haben für die Zulassung und ihre Praxen bezahlt. Die Gesetzgebung der Gesundheitsreform ist aber so angelegt, dass ein existenzielles Überleben als freie niedergelassene Ärzte gar nicht möglich ist. Diese in den Gesetzen versteckten Zielsetzungen (der Kapitalisierung im Gesundheitswesen Tür und Tor zu öffnen) wurden keinem der jungen Ärzte vor ihren Niederlassungen mitgeteilt.

Meine Recherchen ergaben, dass die Förderung zum Beruf des Allgemeinmediziners über Jahrzehnte nicht statt fand. Würde man das Ganze kriminalistisch aufarbeiten und die Motivlage erforschen, ergäbe sich ein Täterprofil a la Gesundheitspolitiker, die diese Gesundheitsreform gezeugt und zugelassen haben, zum Schaden der freien Praxen der niedergelassenen Ärzte und als Folge auch der der Patienten!

Über meinen Aufruf „ Wir für Euch“ ist es gelungen eine Vernetzung junger Mediziner im ganzen Bundesgebiet aufzubauen. Ich organisiere Patientenpatenschaften für junge Ärzte – einer für alle, alle für einen.Jeder der sein Hirn anstrengt kann erkennen wohin die Reise geht. Sobald die jetzige Ärztegeneration altersbedingt wegbricht – verwaisen die Praxen. So entstehen Versorgungslücken der Bevölkerung und nun wird sichtbar weshalb die Gesetze so sind wie sie sind, sie wurden gezielt gemacht – die Sieger sind die Lobbyisten deren Ziel die Übernahme des gesamten Gesundheitsmarktes ist.

So wurde über Gesetze ein Ärztemangel erzeugt über den die MVZ’s  – medizinische Versorgungszentren – als Rettung für die medizinische Versorgung der Bevölkerung verkauft wird!   Schon heute kreist der Spruch in informierten Kreisen: MVZ in der Hand von Kapitalgesellschaften sind „ Mediziner Vernichtungszentren“!

Lassen Sie uns am kommenden Sonntag gemeinsam NEIN zu diesen Entwicklungen sagen, kommen Sie ins Olympiastadion und zeigen Sie Zivilcourage!

Ihre Renate Hartwig

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Immer daran denken:

06. September 2009

Die Politik will den lückenlosen Kreislauf der „integrierten Versorgung“, den Ausverkauf von Gesundheit an das Kapital! Das zu verhindern, dient der Schulterschluss zwischen Patienten, Ärzten, Schwestern und Pflegekräften. Die Politik wird über 70 Millionen Menschen nicht ignorieren können, denen gerade dämmert, dass sie verkauft werden. Es wird sich eine machtvolle Volksbewegung bilden, die unsere Politiker notfalls auch dahin trägt, wohin sie nicht wollen.

Eine der zentralen Aufgaben unserer Bürgerbewegung wird es sein, die Black Box zu knacken, in der die Pläne für den Verkauf bereits liegen. 

Nur Mut! Ran!  Sagen wir durch unsere Bürgerprotestolympiade den Politikern VOR der Wahl was wir nie mitmachen werden, den Ausverkauf unseres Gesundheitswesens an Kapitalgesellschaften. Dann können Sie nicht hinterher – nach der Wahl – sagen, liebes Volk wir wussten ja nicht, dass ihr das nicht wollt!

Deshalb machen auch Sie mit beim sichtbaren Schulterschluss am 13.September um 13 Uhr im Olympiastadion München.

Und verbreiten Sie die Infos von  www.patient-informiert-sich.de

Ich zähle auf Sie und Ihre Zivilcourage !
Ihre Renate Hartwig

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Wenn schlechter Rat teuer ist

05. September 2009

Der dreisteste Fall von „Beratung“ ist gewiss die Milliarden schwere Gesundheitskarte (samt EPA, der Elektronischen Patientenakte im Hintergrund), die kein Mensch will, außer ein paar eingeweihten Figuren – die aber mit aller Gewalt. Die Milliarden (!) Startkapital für den Irrsinn Gesundheitskarte sind für mich übrigens das kunstvollste, sprechendste, ungeheuerlichste „Denk-mal“ der gesamten deutschen Gesundheitspolitik – und ich wünschte, dass ganz viele Leute diese Zahl in der Wutregion ihrer Gehirnzellen speichern: Unfassbare zweistellige Milliardensummen für quasi nichts – es sei denn für die damit meines Erachtens gegebene nachdrückliche Einladung zu illegaler Datenabzocke! Wer das verstanden hat, weiß, was politisch gespielt wird. Es ist wie überall: Die Schafe sollen auch noch ihren Schlachter bezahlen; sie sollen die Daten hergeben, für die Zerstörung des Arztgeheimnisses sorgen und auch noch die horrend überzogenen Entwicklungskosten der staatlich verordneten Beraubung übernehmen. Noch einmal, weil es der Schlüssel zu allem ist und weil wir alle dahingehend „beraten“ werden, die Gesundheitskarte wäre ein „Segen“ vergessen Sie nicht den Fluch der damit umhergeht. Es gibt für uns keinen einzigen Vorteil dieser monströsen Nummer. Vergessen Sie das nie!

Ihre Renate Hartwig

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Gefangen in Managementstrukturen

04. September 2009

Ein Organigramm zu den jeweiligen Managementgesellschaften die sich im Gesundheitsmarkt Marktanteile sichern  wollen, würde das Querformat eines DIAN 3 Blattes  sprengen!

Wenn Kapital- und Aktiengesellschaften – die lediglich an einer Gewinnmaximierung interessiert sind – unserem Gesundheitssystem durch Verträge mit Krankenkassen horrende Summen entziehen können, ohne dass die Versicherten dazu gefragt wurden, stellt das für mich den Tatbestand der Veruntreuung von Versichertengelder dar. Bisher vertrauten Patienten diese Finanzmittel als Versicherte ihrer Krankenkasse an, in dem Glauben im Krankheitsfall die erforderliche Hilfe von ihrem Arzt oder Krankenhaus zu erhalten. Und nicht, um damit Gewinne für Managementgesellschaften zu finanzieren. Auch nicht um von Call Centern angerufen und kontrolliert zu werden.

Nur wenn wir zusammen aufstehen werden wir gehört und wahr genommen.

Deshalb vormerken Sonntag 13.September 13 Uhr Bürgerprotestolympiade Münchner Olympiastadion!!
Spätestens da wird bis nach Berlin in die Hinterzimmer der Macht klar: Der schlafende Riese Patient ist wach!!!! Ohne den und über den hinweg, geht nichts mehr!

Ihre Renate Hartwig

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Einmischen ist Bürgerpflicht

03. September 2009

Wie lange wollen wir eigentlich noch warten, bis wir unsere Stimme zu einem gemeinsamen klaren Nein erheben? Der Umbau unseres Gesundheitswesens ist voll im Gang. Unser Solidarsystem wird gekippt und DAX-registrierte Unternehmen sitzen bereits vor ihren Rechnern, um die Gewinnsteigerung auf Kosten unserer Krankheit und Gesundheit auszurechnen. Vielleicht geht es nicht anders bei einer Aktiengesellschaft. Da zählen die Aktionäre und nicht der kranke Mensch. Der wird eingegliedert in die Wertschöpfungskette mit und wegen seiner Krankheit, aber nur, wenn sie lukrativ ist!
Also schauen wir hin und nicht weg: Auf die Rhön AG, auf Helius/Fresenius, Asclepius und SANA, auf die Call Center der Krankenkassen, auf die medizinischen Versorgungszentren in den Händen von Investoren. Schauen wir hin auf Kaiser Permanente in den USA, die Firma die in engem Austausch mit der Bertelsmann Stiftung als Lehrmeister agiert. Denken wir an das Kasseninsolvenzgesetz und wachen auf, denn alles, was hier verwirrend auf uns einprasselt, könnte sich als Strategie erweisen, die dann heißt: Chaos schaffen und dann Lösungen anbieten!
Also stehen wir auf zu der größten Bürgerprotestolympiade am 13.9.2009 im Olympiastadion in München – 13 Uhr – ich warte auf SIE !
Ihre Renate Hartwig

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Noch ein paar Zahlen gefällig?

02. September 2009

Das Gesundheitsministerium argumentiert, die Krankenkassen hätten im Moment einen gut gefüllten Sparstrumpf!
Die Rücklagen belaufen sich auf 4 und 5 Milliarden Euro. Nach den letzten Zahlen hat die gesetzliche Krankenversicherung insgesamt im Jahr 2008 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet! Nicht zu vergessen: Stammt alles von unseren Beitragsgeldern!
Bereits am 04. Juli 2009 meldete www.1A-Krankenversicherung-org/nachrichten:
Die Barmer Ersatzkasse (BEK) gab im ersten Halbjahr 2009 knapp 4 Millionen Euro für Werbung aus, das sind 83% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), die sich jetzt Gesundheitskassen nennen, investierten mit 9,44 Millionen Euro 28% mehr in Werbemaßnahmen. Bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) gab es eine Steigerung der entsprechenden Ausgaben um 36% auf 2,44 Millionen Euro. Die Kosten für die Werbung der Techniker Krankenkasse (TK) stiegen nur leicht auf knapp 900.000 Euro. Den Vogel aber schoss die KKH-Allianz ab. Dort wurden die Werbemittel von 293.000 Euro im ersten Halbjahr 2008 auf sage und schreibe 2,44 Millionen Euro aufgestockt!
Diesen Zahlen gegenüber stehen Ordner voll mit Beweisen, in den Kranke bei ihren Kassen abgewiesen wurden, wenn es um eine vom Arzt notwendig erachtete Behandlung, Heil- oder Hilfsmittel, Medikamente oder Therapien ging. Seit langem laufen die Strategien der Kapitalgesellschaften diese unsere Gelder in ihre Gewinnbilanz zu transferieren.
Wenn Sie mit aufstehen und am Sonntag, den 13.09.2009 mit Kind, Kegel, Cousine, Onkel und Tante, Oma und Opa einen Familienausflug ins Münchner Olympiastadion machen und im Schulterschluss Nein zu dieser Entwicklung sagen, können wir diesen Wahnsinn stoppen!

Ihre Renate Hartwig

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Call Center die Zweite

01. September 2009

Wussten Sie eigentlich, dass ein so genanntes Call Center für vierwöchentliche Telefonanrufe und Abfrage Ihrer Befindlichkeiten ohne jede Verantwortung pro Jahr von Ihren Mitgliedsbeiträgen Hunderte von Euro erhält?
Wussten Sie, dass Industrie, Krankenkassen und Politik bereits viele Steuergelder und Kassenmitgliedsbeiträge in die so genannte Teleüberwachungsmedizin investieren, um ärztliche persönliche Betreuung einzusparen und Kundenbindung im Wettbewerb zu stärken?
Wussten Sie, dass in einer Krankenkasse bereits 40.000 Mitglieder zur Teilnahme an einer anonymen Telemedizinischen Betreuung angeworben wurden? Auf Nachfrage wurde kein einziger Beitragszahler der Kassen gefragt, ob er einverstanden ist, dass sein Geld so eingesetzt wird!
Es gibt jede Menge Gründe, am 13.09.2009 um 13.00 Uhr mitzumachen bei der Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion!

Ihre Renate Hartwig

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Gibt es Lösungen aus der Misere im Gesundheitswesen?

31. August 2009

Klar gibt es Lösungen. Eine der wichtigsten heißt sich positionieren und im Schulterschluss Nein zu diesen Entwicklungen sagen. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir eines der am besten finanzierten Gesundheitssysteme besitzen. Wer behauptet, dieses Geld reiche nicht, sagt dies aus Interessen geleiteten Gründen. Ich sage es mal so: Die Misere unseres deutschen Gesundheitswesens besteht darin, dass es oben zwar eine Öffnung, unten aber ein Sieb hat. Unglaubliche Summen fließen ins Nichts, werden in sekundären und teritären Bereichen aufgebraucht, werden von Trittbrettfahrern des Gesundheitswesens abgestaubt, zu denen ich vor allem die Pharmaunternehmen, das chronisch anwachsende Heer von Beratern und die IT Industrie zähle. Wo man hinschaut gibt es parasitäre Wucherungen. Unser sauer verdientes Geld, das uns immer raffinierter aus der Tasche gezogen wird, kommt gar nicht an, wo es hin sollte. Dort, wo Ärzte real heilen, Pflegekräfte real pflegen, Heil- und Hilfsmittel real gebraucht werden, knallhart gesagt: Dort muss unser Geld hin und nicht raffiniert abgesaugt werden von Aktiengesellschaften und Konzernen der Gesundheitsindustrie!
Dieser Sumpf der sekundären und teritären Nutznießer muss entschlossen trocken gelegt werden.

Auch deshalb: 13.09.2009, Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion, 13.00 Uhr! Ich zähle auf Sie!  Es geht um die zukünftige Gesundheitsversorgung für uns, unsere Kinder und Enkel. Es geht aber auch um den Betrug an unseren Beitragsgeldern!  Machen Sie mit und zeigen Sie Flagge! Sagen wir geschlossen NEIN zu den Auswüchsen der Gesundheitsmafia!
Wenn nicht wir, wer dann?   Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ihre Renate Hartwig

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Zahlen Sie Ihren Kassenbeitrag für die Werbung Ihrer Kasse? Oder damit Sie behandelt werden, wenn Sie krank sind?

30. August 2009

Wundern Sie sich nicht schon seit Monaten, wie viel Krankenkassenwerbung Sie umgibt?

Die TK (Techniker Krankenkasse) z.B. investierte in 20 Seiten Hochglanzdruck-Werbung für sich. In unserem Bürgerpatienten-Treffen (508 an der Zahl im ganzen Bundesgebiet) wurde im Juni 2009 diskutiert, was dies wohl alles kostet. Eine Physiotherapeutin wollte es genau wissen und lieferte uns die Fakten: Die Techniker Krankenkasse zahlte für diese Hochglanzdruckwerbung 227.500,00 Euro.  Nun wurde diskutiert, wenn dieses Geld anstelle für Werbung in Behandlung bezahlt worden wäre, dann wären das momentan bei den momentan gültigen Honorarberechnungen: 7.583 Behandlungen beim Hausarzt oder 19.149 Behandlungen beim Augenarzt oder 15.798 krankengymnastische Behandlungen, oder oder oder..….Fünf Krankenkassen sind bei einer bundesweiten Umfrage bei unseren Bürgerpatienten-Treffs mit großen Werbungen aufgefallen. (Unter anderem die TK mit Bandenwerbung im Fußballstadion, achten Sie einmal darauf bei einer Übertragung aus HH) Nimmt man nur die oben angegebene Zahl als Maßstab wären das 1.137.500,00 Euro!

Interessante Überlegungen gab es beim Bürgertreff in Ehningen (BW). Wenden wir unseren Blick zu den gesunden, starken, fleißigen Beitragszahlern. Bei einem Monatsverdienst von 2.000,00 Euro haben demnach 1.710 Arbeitnehmer plus deren Arbeitgeber beim derzeitigen Beitragssatz einen Monat lang gearbeitet, um mit ihren Krankenkassenbeiträgen allein diese Werbungen, wie oben beschrieben, zu finanzieren. Bei fünf Krankenkassen wären es dann. Sie sollten sich einen neuen Taschenrechner zulegen!

Aber tatsächlich gibt es ja ca. 200 Krankenkassen! Also merken wir uns: Millionen für Werbung an Bushaltestellen, Lithfasssäulen, Radiowerbung, Fernsehwerbung, Bandenwerbung und vieles mehr. Wenn das alles in Behandlungen bezahlt worden wäre, dann wären das! Versuchen Sie es, doch hier wird Ihr Taschenrechner den Dienst verweigern. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir sollten alle gesund bleiben, denn wenn wir krank werden, dann müssen in Zukunft noch mehr Leistungen gekürzt werden, denn sonst reicht es nicht mehr für die Werbungsvolumen der Krankenkassen. Nachdem die Bundes-AOK mit Hilfe des Monopolisten Bertelsmann eine Bewertungshomepage für unsere Ärzte ins Netz stellen will, wird Zeit, dass wir nach unserer Bürgerolympiade am 13. September 2009 endlich eine Homepage aufbauen, wo unsere Kassen bewertet werden können!

Ihre Renate Hartwig

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Die Politik ein zahnloser Tiger gegenüber den Konzernen

29. August 2009

Das Chaos, dass Auf und Ab in den Gesundheitsreformen, die laufenden Gesetzesänderungen zeigen ganz klar: Hinter den Kulissen dreht einer an der Schraube. Weil die Politik es im Verhau von Lobbyismus und Staatsverschuldung es nicht geregelt bekommt. Weil der Gesundheitsetat den Staatshaushalt wie Blei in die Tiefe zieht. Nicht, weil wir alle älter und kränker werden, sondern weil Gesundheit das Looserthema schlechthin ist und Wählerstimmen ohne Ende kostet. Weil die Konzerne ihren Einfluss immer mehr ausbauen und diesen Markt für sich wollen. Weil sie ausgerechnet haben, die jährlich im Gesundheitsmarkt befindlichen ca. 250 Milliarden aus Kassenbeiträgen und dem offenen Gesundheitsmarkt lassen sich verdoppeln. Und an die wollen sie ran. So einfach ist das!
Ein Blick in die USA zeigt, wie schwer es Präsident Obama hat, das Gesundheitswesen zu verändern. Lobbyisten der Kapitalgesellschaften, die Pharmaindustrie und die so genannten Erfinder der „integrierten Versorgung“ der besonderen Art machen Druck. Fast schon ein Treppenwitz: Präsident Clinton wollte seine Frau Hillary damals bereits ansetzen, um dieses Gesundheitssystem in Amerika zu verbessern. Hillary Clinton scheiterte aufgrund des unglaublichen Drucks der von Seiten der Gesundheitsindustrie ausgeübt wurde. Heute ist sie Außenministerin eines Präsidenten Obama, dem es genauso geht wie ihrem Mann damals. Wir sollten vorher Nein sagen, bevor uns ein Gesundheitswesen wie in Amerika blüht!

Haben Sie sich ihren Platz im Olympiastadion am 13.09.2009 um 13.00 Uhr schon gesichert?
Ihre Renate Hartwig

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Wir sind als Beitragszahler im Visier der Monopolyinvestoren!!

28. August 2009

Wer die Entwicklung aufgrund der Gesundheitsreform hinterfragt, erkennt, dass die Kassen zu Unternehmen werden, die etwas produzieren, Produkte generieren und sich dadurch profilieren. Die Kassen machen mit, sie tun so, als wären sie die Gesundmacher, sie erfinden eine Fülle von Pseudoprodukten, sprechen von ihrem Leistungsspektrum, inszenieren sich als Gesundheitskasse, heuern Legionen von Beratern an und das verschlingt Geld ohne Ende. Unser Geld!

Deshalb wird eine der Kernfragen am 13. September 2009 im Olympiastadion sein: Wo bleibt unser Geld? Die 167 Milliarden, die wir jährlich als Beitragszahler einzahlen? Jeder erzählt uns, es langt nicht! Dagegen steht ein Heer von Heuschreckeninvestoren, die den Umbau unseres Gesundheitswesens vorantreiben, weil sie genau an dieses Geld, unser Geld, wollen! Klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Denn das Projekt, das im Hintergrund läuft, heißt: Macht die Braut schön! Die Kassen, oder das, was von ihnen nach dem eventuell bald anstehenden Kasseninsolvenzen übrig bleibt (immerhin hat die Politik dafür gesorgt, dass es inzwischen ein Insolvenzgesetz für Krankenkassen gibt), sollen sich als verkäufliche Einheiten präsentieren. Eine Kasse von 1992 hätten sie niemandem verkaufen können. Aber im Jahr 2008 wackelt die Braut schon anders mit ihrem Hintern. Zu deutsch: Sie sollen verscherbelt werden, genau wie die UMTS-Lizenzen, die Bundesbahn oder die Post……!

Dies ist einer der vielen Gründe, warum die Bürgerprotestolympiade am 13.09.2009 im Olympiazentrum in München stattfindet!

Ihre Renate Hartwig

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Drucksache 16/4200 und 16/4247

27. August 2009

Man nennt es Wettbewerbsstärkungsgesetzt, ein Instrument, das die große Koalition 2007 gemeinsam entschieden hat. Es wurde im Bundestag verabschiedet. Im Rahmen dieser Gesetzgebung ereignete sich meiner Ansicht nach das aktuelle Stadium des nun schon Jahre anhaltenden Ausverkaufs unseres Gesundheitswesens.
Jeder Kranke kann mit Händen greifen, was sich gerade bei uns abspielt. Wettbewerb heißt für die Strategen in den Glaspalästen: Wie kommen wir an das Geld der Versicherten und wie können wir es drehen, dass das Meiste bei uns bleibt. Es läuft immer mehr hinaus auf dreisten Nichtservice, kaschierte Kundenfreundlichkeit und manchmal sogar Patiententerror.
Einen immer länger werdenden Rattenschwanz an Zuzahlungen durch Billigversorgung werden Kranke dafür bestraft, dass sie krank sind!
Die Beiträge der Versicherten steigen und die Leistungen werden sinken. Zu viele Gesundheitspolitiker haben längst die Bodenhaftung verloren. Seit Jahren warte ich vergebens auf einen Aufschrei der Politik zu den laufenden Plänen des Ausverkaufs unseres Gesundheitswesens, der unter dem Decknamen „Reform“ von Lobbyisten forciert und tatsächlich betrieben wird!
Aus dem Gesundheitsministerium in Berlin heißt es: „Wir sichern High Tech-Medizin für jeden!“ Im bitteren Alltag fast schon fast ein Witz. Denn ein inkontinenter Patient will nichts anderes als eine saugkräftige Windel in guter Qualität. Seit 01. August 2008 wurde diesen Patienten aufgrund von Wettbewerbsstärkungsgesetz die Chance genommen, mit ihrem Sanitätshaus oder ihrem Apotheker zu entscheiden, welche Windeleinlage für ihn die richtige ist.
Über ein Ausschreibungsverfahren der Kassen bekamen die Billiganbieter den Zuschlag. Zigtausende Beitragszahler mit dem Krankheitsbild Inkontinenz werden seit dem im wahrsten Sinne des Wortes im Nassen liegen gelassen!
Der 13.September 2009 ist ausgedacht für diejenigen, die diese völlig schief gelaufene Gesundheitspolitik heute in ihren Auswirkungen schon betrifft und die aus Krankheitsgründen nicht dabei sein können.

Geben wir den Sprachlosen eine Stimme und üben den Schulterschluss!

Ihre Renate Hartwig

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Wir und unsere Kassen

26. August 2009

Wie fühlen Sie sich als Mitglied einer Krankenkasse, die immer mehr den Eindruck erweckt, dass sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr richtig erkennt? Es geht um Geld, um unser Geld, das wir einzahlen, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Über einen Fragebogen (abzurufen unter www.patient-infomiert-sich.de) haben Hunderte von Versicherten ihren Kassen die Bedürfnisse als gesetzlich Krankenversicherte / -er mitgeteilt. In erster Linie zahlen wir unsere Kassenbeiträge im Vertrauen darauf, dass wir im Krankheitsfall medizinisch gut versorgt werden. Die Schlussfolgerung, die Beiträge sollten in erster Linie für medizinische Versorgung im Krankheitsfall verwendet werden. Außerdem sollte eine Krankenkasse mit und nicht gegen unseren Arzt arbeiten. Vor allem sollte endlich der Einfluss der Lobbyisten auf unsere Volksvertreter aufhören. Durch die Rabattverträge zwischen Pharmaindustrie und Kassen werden wir alle in der freien Arzneimittelwahl entmündigt, denn es ist nicht möglich, bei gleichem Preis oder einem entrichteten Aufpreis das gewünschte und vom Arzt verordnete Medikament zu erhalten. Wir sind nicht nur in diesem Punkt
mit unserem Arzt Einflüssen ausgesetzt, gegen die wir uns bis jetzt nicht wehrten! Bis heute ist die Frage unbeantwortet, aus welchem Grund unsere Krankenkassen sich mit uns Beitragszahlern nicht solidarisieren und unsere Forderung nach Angleichung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 Prozent endlich gesenkt werden auf europäisches Niveau (3 – 7 %)?
Eine schleichende Beitragserhöhung für Kranke findet statt und niemand wehrt sich. Wir zahlen unsere Praxisgebühr (die gar keine ist, sondern eine Beitragserhöhung für Kranke, die zwangsweise von unserem Arzt eingezogen werden muss), falls wir im Wochenende den Arzt als Notdienst brauchen, zahlen wir weitere 10 Euro „Praxisgebühr“! Außerdem steckt in dieser Praxisgebühr ein gezieltes Lenkungsinstrument, dass die Kassen verwenden, um uns Beitragszahler in Kassenprogramme zu locken.

Bei der Bürgerprotestolympiade am 13.September 2009 können wir im Schulterschluss gemeinsam Nein sagen zu all den Plänen, die sich gegen Mensch und Medizin richten.

Ihre Renate Hartwig

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Der verkaufte Patient und unser vor dem Verkauf stehendes Gesundheitswesen!

25. August 2009

Ein Blick auf eine Stiftungsangestellte, deren beruflichen Weg und ihre Auftraggeber, zeigt wie sich die Drahtzieher des Umbaus längst vernetzt haben.

Auch wenn Sie den Namen Sophia Schlette nicht kennen, deren Tätigkeit hat etwas mit Ihnen als Patient zu tun. Bei der Bertelsmann Stiftung baute Frau Schlette seit 2002 das Internationale Netzwerk für Gesundheitspolitik und Reformen auf und leitet seitdem ebenso das Gesundheitspolitikprogramm der Stiftung. Laut Unterlagen von Kaiser Permanente (USA) führt dieses internationale Netzwerk 2 x pro Jahr Experten aus 20 Industriestaaten zusammen, die über Entwicklungen der Gesundheitspolitik berichten und dabei Vorlagen und Vorgaben befolgen, die durch eine Gruppe unter Sophia Schlettes Führung entwickelt wurden!!!!! Weiter dokumentiert Kaiser Permanente, das Schlette als internationale Vermittlerin und Schulungsleiterin agiert und hoffentlich den Reformprozess bei den deutschen Entscheidungsträgern in Themen wie „Integrierte Versorgung“ beschleunigen kann! Von Februar 2007 bis September 2008 war Sophia Schlette Teilzeitberaterin im deutschen Gesundheitsministerium. Und zwar in der Strategieabteilung des Ministeriums und unterstützte Aktivitäten während der deutschen EU-Präsidentschaft (halbjährlich in 2007). Während der Zeit am Ministerium beriet sie über gute Lösungen in „Praxis und Politik im Ausland“, die auch in der jetzt geführten Reformdebatte Berücksichtigung finden. Zum Beispiel die Koordination der Versorgung und Langzeitversorgung. Sie koordinierte und organisierte zwei Studienaufenthalte der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (Kalifornien 2007 und Massachusetts 2008). Darüber hinaus fungierte Sophia Schlette als Englisch-Reden-Schreiberin für die Äußerungen der Gesundheitsministerin im Ausland. Sie arbeitete bei der WHO und für die EU-Kommission. Seit Mitte der 90-er Jahre fokussiert sie die Angelegenheiten des Gesundheitswesens in Deutschland und anderen Industrienationen. Seit 1. Januar 2009 agiert sie bei Kaiser Permanente in den USA mit einer zeitweisen Anstellung als führender Beraterin für Internationales. Dort informiert sie deren Institut und die Direktion über Verfahrensmöglichkeiten/Versicherungsmöglichkeiten, sowie Zahlungsmechanismen und sie ist die Zentrale für schnelles internationales Datamining (Datenschürfen)!

Meine Fragen an Politiker aller Fraktionen, inwieweit die Umsetzung der amerikanischen Gesundheitswesens über das Unternehmen Kaiser Permanente bei uns eingeführt werden soll, blieben entweder unbeantwortet, oder wurden mit fadenscheinigen Aussagen wie: Wissen wir nichts davon, haben sie missverstanden oder sogar geht sie nichts an, beantwortet.

Zeigen wir der Politik bei der Bürgerprotestolympiade am 13. September 2009 im Münchner Olympiastadion, zwei Wochen vor der Bundestagswahl, hört auf uns für dumm zu verkaufen! Wir wissen was die Konzerne planen, wir sagen NEIN zu dem Umbau unseres Gesundheitswesens in eine Gesundheitsindustrie, in der wir als kranker Mensch zum Humanprodukt, zur gewinnbringenden Ware und unsere Ärzte zu funktionierenden Gesundheitstechnokraten werden!

Ich zähle auf Sie als informierter Bürgerpatient und verantwortungsvoller Arzt!

Ihre Renate Hartwig

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Bürgeraufruf: Wehren wir uns bevor wir uns nicht mehr wehren können.

24. August 2009

Anstatt bei den schön verpackten Wahlaussagen der Politiker aller Parteien wegzuhören, sollten wir HINHÖREN genau HINSCHAUEN und BEACHTEN was GESAGT aber vor allem was NICHT gesagt wird!

Pauschalaussagen wie: Wir wollen die wohnortnahe Versorgung für die Patienten gewährleisten, hören und lesen wir von allen Fraktionen. Klingt gut, nur fehlt mir dazu der Ansatz des Umsetzens. Zumal „wohnortnah“ immer auch die Sache des Betrachters ist. Herr Münch, Aufsichtsratsvorsitzender der Rhön Kliniken AG sprach in seinen Ausführungen zum Thema „Rationalisierte Versorgung in der Zukunft“ im November 2007 von 80 km und meinte damit die flächendeckende Bedarfsdeckung als Versorgungsangebot auf dem Land mit guten Straßenverhältnissen! In der Stadt spricht er von 10 km.

Wohnen Sie auf dem Land oder in der Stadt? Wie weit müssten Sie für einen Arztbesuch fahren? Wollen Sie das? Den Architekten, die unser Gesundheitssystem in eine lukrative Gesundheitsindustrie umbauen wollen, sowie deren politischen Helfern können wir nur gemeinsam am 13. 9. 2009 im Olympiastadion durch unsere Bürgerprotestolympiade die rote Karte zeigen.

Ihre Renate Hartwig

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Nur weil wir uns es gefallen lassen verkaufen uns viele Politiker für dumm!

23. August 2009

In derselben zweispaltigen Großanzeige des Bundesgesundheitsministeriums, wie gestern im Blogbeitrag vom 21.9.09 beschrieben, hieß es:

Spitzenmedizin bleibt bezahlbarWenn Sie krank werden, haben Sie als Versicherter Anspruch auf die bestmögliche medizinische Versorgung. Sofort und egal, wie viel Sie verdienen und wo Sie wohnen. Das muss so bleiben. (…)

Diese Aussage ist eine der dreistesten Lügen und eine Frechheit ersten Ranges. Dass diese Desinformation auch noch mit unserem Steuergeld finanziert wird, grenzt für meine Begriffe schon Bösartigkeit. Die Aussage, wonach ein Anspruch des Versicherten auf bestmögliche Versorgung besteht, wird aufgehoben durch § 12 des Sozialgesetzbuches 5 mit dem Titel „Wirtschaftlichkeit“! Das Bundesministerium für Gesundheit ist für das Sozialgesetzbuch V „Gesetzliche Krankenversicherungen“ zuständig und deshalb ist es auch das Bundesministerium, das für das SGB V verantwortlich zeichnet. In dem besagten Paragraphen 12 heißt es: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“

Es kann doch nicht sein, dass die tägliche Arbeit unserer niedergelassenen Ärzte mit uns als Patienten an dieser Gesetzesgrundlage ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich und notwendig überprüft wird, während das gleiche Bundesministerium, das verantwortlich für dieses Gesetz zeichnet, uns Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen großmundig in Anzeigen (noch einmal: die wir selbst mit unseren Steuergeldern finanzieren) die bestmögliche medizinische Versorgung sofort und egal wie viel wir verdienen und wo wir wohnen, verspricht!

Die Aussagen in der Anzeige entsprechen nicht der Gesetzeslage. Damit ist der Beweis erbracht, dass mit Steuermitteln eine politisch begründete Desinformation finanziert wurde.

Und weshalb trauen sich unsere so genannten Volksvertreter solche Aktionen?

Ganz einfach, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, weil wir es zulassen.

Deshalb zähle ich auch auf Sie am 13.09.2009 im Olympiastadion bei der Bürgerprotestolympiade um gemeinsam NEIN zu sagen!

Denn nur wer wagt gewinnt!

Ihre Renate Hartwig

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Dreiste Anzeigenkampagnen auf unsere Kosten

22. August 2009

Auftraggeber von bundesweiten Anzeigenkampagne im November 2008 war das BMG (Bundesministerium für Gesundheit). Kleingedruckt rechts oben konnte man es auch sehen. ANZEIGE dann kam die Überschrift: Der Gesundheitsfond kommt stand auf einem roten Balken. Zweispaltig wurde uns Bürgerpatienten mitgeteilt: „(…) …seit dem 01. Januar 2009 legen die gut 200 gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragssätze nicht mehr selbst fest. Statt dessen zahlen die 71 Millionen gesetzlich Versicherten den gleichen Beitragssatz. Schließlich haben alle gesetzlich Versicherten ja auch die gleichen Leistungsansprüche. Dennoch gilt: Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse. Sie werden sich im Wettstreit um den besten Service und die beste Versorgung der Versicherten beweisen müssen. (…)”

Theorie und Praxis klaffen hier auseinander. Denn diese Art Wettstreit über den Gesundheitsfond animierte die Kassen nicht zu mehr Service und Versorgung, sondern heizte im Krankheitsfall die Devise „billig, billig, billig“ erst recht an! Zur Erinnerung: Wir reden hier über das Geld von 71 Millionen gesetzlich Versicherter und über das Geld aller Steuerzahler, mit dem solche Anzeigen finanziert werden!

Zeigen wir bei der Bürgerprotestveranstaltung am 13.09.2009, dass wir uns mit solchen dummen Werbesprüchen nicht mehr abspeisen lassen und längst wissen was geplant ist! Deshalb ist auch Ihr MITMACHEN am Sonntag den 13.September 2009 bei unserer Bürgerprotestolympiade so wichtig.

Ihre Renate Hartwig

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Externe Beratung

21. August 2009

Wer weiß schon noch, wer die Gesetze schreibt, nachdem die Regierung Schröder/Fischer den Lobbyisten des Großkapitals die Ministerien weit geöffnet hat. Unsere Gesundheitsministerin wurde in den letzten Jahren intensiv von Frau Sophia Schlette/Bertelsmann „beraten“. (Siehe Blogbeitrag 20.8.09)

Berater statt Fachwissen im eigenen Haus zu nutzen ist nicht neues: “Nach Schätzungen des CDU-Haushaltsexperten Dietrich Austermann hat die Regierung (rot-grün) im Jahr (2003) rund 500 Millionen Euro für Beratungsunternehmen ausgegeben.“ (sueddeutsche.de 31.01.2004) und das ist keineswegs auf Ministerien beschränkt:

Rund 50 Millionen Euro (Krankenkassen-Beiträge !) Ausgaben für externe Beraterverträge des AOK-Bundesverbandes zwischen 2000 und 2003. Leistung und Nutzen wurden von Ulla Schmidt gegenüber dem Parlament (!) zur „Geheimsache“ erklärt.

„Weitere Einzelheiten wollte der AOK-Bundesverband nicht nennen, da dies … nicht im Interesse der AOK-Mitglieder sei.“

Die Beratungsfirma „McKinsey“ hat demnach laut einer internen AOK-Aufstellung aus dem Jahr 2000 über 28 Millionen Euro erhalten (Bild Newsticker 16.2.2004)

Die Zeche zahlen wir Beitragszahler. Wir sollten endlich aufstehen und NEIN sagen. Deshalb ist die Bürgerprotestolympiade und IHR Kommen auch so wichtig.

Zum Thema Berater hier noch ein heiterer Link:
www.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY

Renate Hartwig

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Mich empört…

20. August 2009

…. dass der Arzt, an den ich mich im Krankheitsfall wende, in Regress genommen wird, weil er uns Patienten notwendige Arznei- und Hilfsmittel verordnet und für seine Hilfe an uns bestraft wird. Denn von den hohen Beiträgen, die ich jeden Monat leiste, werden ca. 15 % für die ambulante Versorgung zur Verfügung stehen.

Mich empört…..dass es ca. 200 gesetzliche Krankenkassen gibt und von unseren Beitragsgeldern nun auch noch 1.000 zusätzliche Verwaltungsangestellte für die Verwaltung des Gesundheitsfonds bezahlt werden müssen.

Mich empört: ….dass es keine Offenlegung über die wahre Verteilung unserer Beitragskosten im Gesundheitswesen gibt, über diese tatsächliche Transparenz gewährleistet wäre. Z.B. wieviel wird an externe Berater bezahlt?

Mich empört. Dass ich als Beitragszahler nicht nachvollziehen kann, was, wer mit meinem Geld finanziert.

Mich empört: Wenn niemand sich weigert, dem propagierten Konzept einer integrierten Versorgung mit standardisierten Behandlungen in zentralen Versorgungszentren die Stirn zu bieten.

Ich erwarte, dass die gewählten Volksvertreter spätestens nach unseren Bürgerprotestolympiade verstehen, dass wir nur ein Gesundheitswesen, in dem ich den Arzt meines Vertrauens wähle, wo ich wohnortnah und dezentral durch niedergelassene Hausärzte und Fachärzte speziell behandelt werden kann, akzeptieren werden.

Die Politiker müssen vor der Wahl wissen, dass wir uns weigern werden, die  propagierten Konzepte der Gesundheitsindustrie zu akzeptieren. Und sie müssen wissen, dass wir uns nicht nur vor der Wahl einmischen.

Alle Parteien müssen außerdem wissen, dass wir als Bürger und Bürgerinnen keine Parteien und keine Koalitionen akzeptieren, die weiter das Konzept der integrierten Versorgung nach amerikanischem Muster und deren Konzernmedizin verfolgen.

Deshalb: Sonntag den 13.09.2009, 13.00 Uhr, Olympiastadion München

Renate Hartwig

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Politik, Lobbyisten und integrierte Versorgung nach amerikanischem Modell

19. August 2009

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Schärfen wir weiter unseren Blick, für Fakten.

18. August 2009

Hätten sich die Gesundheitspolitiker aller Fraktionen,(siehe www.patient-informiert-sich.de/Olympiastadion vom 17.8.09) während ihrer USA Reise 2008 auch bei der Hilfsorganisationen Remote Area Medical (RAM) informiert, könnten wir heute sagen, sie haben sich tatsächlich bemüht das Pro und Contra zu erfahren. Denn bei RAM hätten sie den Beweis bekommen wie dieses Gesundheitssystem der USA und die propagierte integrierte Versorgung funktioniert. Dann könnte heute der bei uns forcierte Umbau unseres Gesundheitswesens in eine Konzernmedizin nicht reibungslos funktionieren, wie es die Konzerne über ihre Lobbyisten propagieren lassen.

Am Mittwoch, den 29. Juli 2009 titelte die Frankfurter Rundschau „Entwicklungsland Virginia“. Dort war zu lesen, was tatsächlich passiert. Dass ein 51-jähriger wie ein Greis nuschelt. Durch eine angeborene Kieferkrankheit wurde sein Gesicht zerstört, man hätte es behandeln und richten können, aber das konnte er sich nicht leisten. Er war nicht krankenversichert. So entschied er sich für das kleinere Übel, als die Schmerzen unerträglich wurden und ließ sich alle Zähne ziehen. Aber selbst das konnte der Amerikaner sich nur leisten, weil für Menschen ohne Krankenversicherung und ohne Geld für einen Arztbesuch im entlegenen Wild Country einmal im Jahr eine Art medizinische Weihnachten ist. Man muss es sich einfach Mal vorstellen, dass auf einer Wiese aus dem ganzen Land angereiste Ärzte kostenlos drei Tage bedürftige Menschen behandeln!
Die Hilfsorganisation RAM hat in den abgelegenen Bergen Virginias Feldlazarette aufgeschlagen. Mobile Röntgenwagen kommen, Zahnärzte arbeiten in der Hitze im Akkord über offenen Mündern!
Hunderte Menschen mit roten, blauen und gelben Armbändern mit schwarzen Nummern auf dem Handrücken warten. Wer nicht früh um 5 vor dem Tor steht, um sich für eine Behandlung registrieren zu lassen, muss es morgen wieder versuchen. 1.600 Patienten haben täglich Einlass. RAM berichtet „Wir mussten mehr Leute wegschicken als je zuvor. Es kommen einfach jedes Jahr mehr.“

Acht Autostunden entfernt in Washington streitet Amerika zeitgleich über eine neues Gesundheitswesen. Präsident Obama braucht gegen die Macht der Konzerne Unterstützung. Denn aufrütteln muss uns  ist diese Aussage: Im August zieht die Helferkaravane in die schillernde Metropole von Los Angeles. „Auf schwarz-weiß Fotos kann man nicht erkennen, ob ein Lager in Guatemala oder in den USA ist“, sagte Brock von RAM. Sie kommen zwar nicht in Eselskarren und barfuss, aber schon am frühen Morgen ziehen kilometerlange Blechkaravanen in Richtung zu den helfenden Ärzten.

Wo sind eigentlich unsere überregionalen Medien, die solche Berichte bringen? Niemand, gar niemand aus den überregionalen Medien hat den Bericht der Frankfurter Rundschau aufgegriffen.

Welche Brille hatten eigentlich unsere Politiker auf, die mit unseren Steuergeldern die USA bereisten? Wer hat diese Reise angezettelt? Wer die Route und die Termine festgelegt? Welche Strippen zieht da wer um uns nur einseitig zu informieren, genau gesagt gezielt zu desinformieren?
Wir sollten wir uns fragen: Wollen wir solche Zustände wie in den Vereinigten Staaten von Amerika?

Wenn nicht, dann sollten wir jetzt etwas unternehmen, bevor es wieder einmal zu spät ist. Deshalb: Sonntag,13. September 2009, 13.00 Uhr. Wir treffen uns im Olympiastadion in München um diesen fortgeschrittenen Zielen der Konzernmedizin die Stirn zu bieten!

Renate Hartwig

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Ein Blick über den großen Teich und einer Reise über die wir nichts hörten!

17. August 2009

Eines der führenden Unternehmen der integrierten Versorgung in den USA ist Kaiser Permanente! Am 11. und 12.Januar 2007 wurde bei einer internationalen Fachtagung in Berlin, veranstaltet von der Bertelsmann Stiftung (Schirmherrin Ulla Schmidt), durch den Abteilungsleiter Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium, Franz Knieps (vorher AOK) ein Vortrag mit dem Titel „Die Richtung stimmt. Populationsorientierte integrierte Versorgung“ gehalten. Eingeladen war dazu auch der US Gesundheitskonzern Kaiser Permanente!

Auszüge aus dem Originaltext:

„Nachdem der Gesetzgeber 2004 den Weg für neue Versorgungsformen frei gemacht hat, sieht die aktuelle Gesundheitsreform explizit eine Stärkung der bevölkerungsorientierten integrierten Versorgung in Deutschland vor. In den USA wird diese Form der Gesundheitsversorgung von einigen Anbietern bereits seit Jahrzehnten praktiziert, besonders erfolgreich von Kaiser Permanente, dem führenden Anbieter integrierter Versorgung in den USA. (…)“

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt besuchte bereits 2006 Kaiser Permanente in den USA. Danach kam die Tagung 2007 in Berlin und danach kam es sogar zu einer Delegationsreise vom 12. bis 23. Mai 2008. Kein geringerer als der Ausschuss für Gesundheit reiste in die USA. Martina Bunge (Linke), Annette Widmann-Mauz und Hubert Hüppe (CDU/CSU), Carola Reimann, Margit Spielmann (SPD), Konrad Schily (FDP), Birgit Bender (BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN). Bei dieser Reise waren die Politiker auch in Kalifornien und informierten sich über Angebote zur integrierten Versorgung – wenn wundert es – bei Kaiser Permanente. Wir Steuerzahler haben zwar die Reise unserer Volksvertreter finanziert,  nur welche Planspiele zwischen Politikern und  Kapitalgesellschaften laufen, oder den Einfluss der Lobbyisten, damit unser Gesundheitssystem reibungslos zur Gesundheitsindustrie umgebaut werden kann, erfahren wir nichts!  Präsident Obama, der das amerikanische, das schlechteste aller Gesundheitssystem umbauen will, erlebt zur Zeit die Macht der Lobbyisten und Konzerne, genau wie Clinton ihn erlebte, als er an das Thema heran ging. Der Druck der Gesundheitskonzerne wurde so groß, dass Clinton aufgab. 

Bevor die Lobbyisten der Konzerne auch hier bei uns ihr Ziel erreichen, sollten wir aufstehen und im Schulterschluss mit allen gesellschaftlichen Gruppen unser NEIN zum Umbau unseres Gesundheitswesens zur Gesundheitsindustrie, aber auch unser NEIN zum Ausverkauf von Patient und Arzt öffentlich, laut und deutlich vor dem Umbau artikulieren.

Deshalb verbreiten Sie bitte den Link und die Informationen von www.patient-informiert-sich.de/Olympiastadion und kommen Sie am 13.9.2009 nach München um 13 Uhr zur Bürgerprotestolympiade,  damit das NEIN im Olympiastadion hörbar für alle wird! Denn vor nichts haben Finanzheuschrecken und deren politische Wegbereiter mehr Angst als vor informierten Bürgern im Schulterschluss!

Ihre Renate Hartwig

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Wir und unsere Kassen

16. August 2009

Wie fühlen Sie sich als Mitglied einer Krankenkasse, die immer mehr den Eindruck erweckt, dass sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr richtig erkennt? Es geht um Geld, um unser Geld, das wir einzahlen, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Über einen Fragebogen (abzurufen unter www.patient-infomiert-sich.de) haben Hunderte von Versicherten ihren Kassen die Bedürfnisse als gesetzlich Krankenversicherter und Versicherte mitgeteilt. In erster Linie zahlen wir unsere Kassenbeiträge im Vertrauen darauf, dass wir im Krankheitsfall medizinisch gut versorgt werden. Die Schlussfolgerung, die Beiträge sollten in erster Linie für medizinische Versorgung im Krankheitsfall verwendet werden. Außerdem sollte eine Krankenkasse mit und nicht gegen unseren Arzt arbeiten. Vor allem sollte endlich der Einfluss der Lobbyisten auf unsere Volksvertreter aufhören. Durch die Rabattverträge zwischen Pharmaindustrie und Kassen werden wir alle in der freien Arzneimittelwahl entmündigt, denn es ist nicht möglich, bei gleichem Preis oder einem entrichteten Aufpreis das gewünschte und vom Arzt verordnete Medikament zu erhalten. Wir sind nicht nur in diesem Punkt mit unserem Arzt Einflüssen ausgesetzt, gegen die wir uns bis jetzt nicht wehrten! Bis heute ist die Frage unbeantwortet, aus welchem Grund unsere Krankenkassen sich mit uns Beitragszahlern nicht solidarisieren und unsere Forderung nach Angleichung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 Prozent endlich gesenkt werden auf europäisches Niveau (3 – 7 %)? Im Vergleich: Auf Katzen- und Hundefutter sind  7 % Mehrwertsteuer! 

Es gibt sie, die schleichenden Beitragserhöhungen für Kranke und niemand wehrt sich. Wir zahlen außer der 19 %Mehrwertsteuer für Arzneimittel auch unsere Praxisgebühr (die gar keine ist, sondern eine Beitragserhöhung für Kranke, die zwangsweise von unserem Arzt eingezogen werden muss), dazu kommt: Falls wir im Wochenende einen Arzt vom Dienst brauchen, zahlen wir weitere 10 Euro „Praxisgebühr“!

Bei der Bürgerprotestolympiade am 13. September 2009 können wir im Schulterschluss gemeinsam Nein sagen zu all den politischen Entscheidungen, die sich gegen Mensch und Medizin richten.

Informieren Sie Ihre Familie, Ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen, Ihre Freunde und Freundinnen, alle Nachbarn über den größten Bürgersonntagsausflug seit es Wahlen gibt und verbreiten Sie unsere Informationen von www.patient-informiert-sich.de/Olympiastadion 

Ihr Renate Hartwig

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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

15. August 2009

Es dürfte sich herum gesprochen haben, dass es ihn definitiv gibt, den politischen Willen, unser Gesundheitssystem von Grund auf umzubauen! So, dass wir es in wenigen Jahren nicht wieder erkennen werden. Die Absicht wird verdeckt betrieben, würde sie offen forciert, sie bekäme im Leben keine demokratische Legitimation. Teil ihrer Durchsetzung ist eine Kampagne der Desinformation. Zu deutsch: Es wird getäuscht, gelogen, getrickst und geschoben, dass es nur so kracht. Die Frage an unsere Ärzte lautet: „Was wollen Sie?“

Mit dem 2011 in Kraft tretenden Vertragsänderungsgesetz spielt die Gesundheitsindustrie auf Sieg! Die jetzige Gesetzgebung lässt zu, dass ein Investor als Inhaber eines medizinischen Versorgungszentrums überall seine Satellitenpraxen platzieren kann. Das heißt die freien niedergelassenen Haus- und Facharztpraxen werden verdrängt. Wenn wir nicht in dieser Gesundheitsindustrialisierung als Patient untergehen wollen, müssen wir jetzt, hier und sofort, unsere Stimme erheben und mit dem Arzt unseres Vertrauens Nein zu dieser Entwicklung sagen!

Überwinden wir zwei Wochen vor der Bundestagswahl unsere eigene Bequemlichkeit und zeigen den Politikern, dass es uns nicht nur als dummes Stimmvieh gibt!

Deshalb: 13.September 2009, 13 Uhr Olympiastadion München, der Sonntagsausflug der besonderen Art!

Ihre Renate Hartwig

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Wie der Umbau – Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert – funktioniert!

14. August 2009

Der Helios-Konzern, einst von Herrn Lutz Hellmig 1987 in Lauterbach gegründet, ist im Grunde durch ein einfaches Konzept entstanden.

Herr Hellmig hat defizitäre kommunale Krankenhäuser (wobei nicht gefragt wurde, warum diese defizitär waren), deren Infrastruktur mit Steuergeldern aufgebaut worden ist, für zum Teil symbolische Beträge aufgekauft und die Städte und Kreise waren froh, dass sie einen Kostenblock im Haushalt los waren.

Herr Hellmig hat die Häuser auf renditeträchtige Bereiche getrimmt, unter entsprechendem Abbau der Basisversorgung und vor allem auf Kosten des Personals unter anderem mit Outsourcing saniert und schließlich mit seiner Klinikkette bundesweit eine Milliarde Euro umgesetzt mit einem Gewinn von 60 Millionen Euro, mithin einer Umsatzrendite von 6 %, und sie dann für 1,6 Milliarden an die Fresenius AG (Pharma-Konzern) verkauft. Der kann nun über eigene Kliniken seine Produktpalette vermarkten. (Wer das USA Gesundheitssystem kennt ist nicht überrascht. So lauft es in der US Gesundheitsindustrie und gehört mit den MVZ’s zu den Profit Centern und nun soll dies eben auch in Old Germany zum Standard werden) 

Herr Hellmig hat im Grunde nichts anderes gemacht, als unser aller Steuergelder (Substanz der Häuser durch die Infrastruktur) in seine Tasche umgeleitet (vergleichbar der Kommunen, die ihr von den Bürger mit Abgaben finanziertes Kanalnetz verkaufen). Dies wird alles unter dem Begriff Wettbewerb kommuniziert!

Wir Steuerzahler finanzieren unsere Krankenhäuser, die an Kapitalgesellschaften verhökert werden, danach werden wir aus Dankbarkeit von den Konzernen in die Wertschöpfungskette ihres Unternehmens eingegliedert und je nach lukrativem Krankheitsbild vermarktet!

Deshalb gilt für jeden Bürgerpatienten ein gemeinsames Aufstehen und Nein zu diesen Entwicklungen. Auf geht’s zur Bürgerprotestolympiade am 13.09.2009, 13.00 Uhr, im Münchner Olympiastadion

Ihre Renate Hartwig

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Krankheitsbild grassierende Berateritis

13. August 2009

Vor zwei Jahrzehnten war die Gesundheitswelt noch ein relativ überschaubares Terrain. Das hat sich fundamental verändert. In der selben Geschwindigkeit, in der sich neue Worte im Gesundheitsbereich etablieren, entstehen auch neue Wirklichkeiten, die erklärt werden müssen. Komplexität heißt das Stichwort der Stunde. Entsprechend viele Berater gibt es. Wenn Herr Prof. Lauterbach (SPD) zwischen seinem Politikjob als Bundestagsabgeordneter und seinen entgeltlichen Tätigkeiten als Aufsichtsrat bei der Rhön AG, oder in Krankenkassen hin- und herfliegt, wird es gedeckt durch die Aura des Beraters. Wenn Herr Munte von der KV Bayern und andere Topfunktionäre sich ein paar Jobs und Firmen für ihre Nach-Fürstenzeit schneidern, dann ist selbstverständlich „Beratung“ im Portfolio. Wenn erst die Berater der Heuschreckeninvestoren unsere Ärzte zu willenlosen Gesundheitstechnokraten umerziehen, ist  es zum „ Nein, das wollen wir nicht“ sagen zu spät!

Deshalb treffen wir uns zu einem gemeinsamen Nein am 13. September 2009 um 13 Uhr im Olympiastadion München. Bitte helfen Sie mit und verbreiten Sie  unsere Infoseite www.patient-informiert-sich.de auch über Ihre Emailliste. Dass keiner sagen kann, ich habe von nichts gewusst!

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Wer wagt gewinnt!

12. August 2009

Die Lage unseres Gesundheitssystems zeigt Fakten zu mafiaähnlichen Machenschaften die von der Politik geduldet, teilweise sogar gefördert werden. Das alles funktioniert nur, da wir es zulassen, uns nicht einmischen und es akzeptieren.

Ein wichtiger Aspekt der ganzen Problematik zur Fehlentwicklung in unserem Solidarsystem sind wir selbst. Wir, als Patienten und Beitragszahler. Wenn wir uns nicht gegen den fortgeschrittenen Umbau unseres Gesundheitswesens in eine Gesundheitsindustrie auflehnen, werden wir als Patient die absoluten Verlierer sein!

Wenn der sichtbare Schulterschluss durch unsere Bürgerprotestolympiade der Politik, den Lobbyisten und deren Auftraggebern das Stoppschild zeigt, ist ein wichtiger Schritt getan.

Danach sollten wir Beitragszahler uns zusammentun und nicht abwarten bis man über uns bestimmt, sondern selbst Mitbestimmen. Lassen Sie uns wehrhafte Demokratie leben.

Kein Politiker wird – weder vor, noch nach der Wahl – den Mut aufbringen uns Wahlvolk zu sagen, dass die Pläne für die Umstrukturierung unseres Gesundheitswesens ein lang angesetztes Projekt war und ist! Es geht nun tatsächlich um viel, die Gesetzgebung ist bereits jetzt schon zu Gunsten der Kapitalgesellschaften ausgerichtet. Drehen wir an dem Rad und zeigen wir, dass es uns nicht egal ist was hier geplant ist und dass wir uns wehren.

Deshalb lassen Sie uns alle treffen am Sonntag den 13.9.2009 um 13:00 Uhr im Olympiastadion München.

Ihre Renate Hartwig

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Callcenter: Do-it-yourself-Medizin mit telefonischer Anleitung

11. August 2009

Helden von heute, sind Politiker, die Arbeitsplätze schaffen. Mit dieser Aura möchten sich Politiker jeder Couleur schmücken. Und wenn es ihnen dann tatsächlich einmal gelingt Unternehmen an einen Standort zu binden, schwingt Stolz in ihren Reden. So erging es auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghans. Im Oktober 2007 verbuchte er für die neu eingestellten 100 Arbeitskräfte beim amerikanischen Gesundheitsdienstleister Healthways einen „schönen Ansiedlungserfolg“.

Healthways ist der größte Anbieter von Betreuungsprogrammen für chronisch Kranke in den USA. Das Unternehmen ist in Deutschland angekommen und bietet seine Dienstleistungen für Versicherte Deutschen Krankenkassen an. Healthways generierte eine geniale Geschäftsidee, die wie gerufen kommt, wo es um Kostendämpfung im Gesundheitswesen geht. Healthways, so könnte die Zukunft aussehen, spart kurzerhand den Arzt ein. Do it yourself, liebe Patientin, lieber Patient – lautet die Parole. Healthways fungiert als Dienstleister, etwa im Auftrag einer Krankenkasse. In Bayern und Baden-Württemberg hat die DAK mit Healthways einen drei Jahresvertrag abgeschlossen. Der chronisch Kranke bekommt online abrufbare Informationen zur Verfügung gestellt; ein Betreuer ruft ihn regelmäßig an und sagt ihm, wie er sich z.B. selbst therapieren kann.

Der Spaß heißt in Fachterminologie „telefonbasierte medizinische Betreuung“ und ist in den USA seit langem üblich. Für Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghans ist das nur der Beginn einer neuen Ära im Gesundheitswesen: „Die Life-Sciences-Branche in Berlin-Brandenburg hat sich zu einem Markenzeichen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg entwickelt. Healthways wird dazu beitragen, dass diese Marke noch stärker wird. Ich bin froh darüber, dass es gelungen ist dieses weltweit agierende Unternehmen von einem Standort in Brandenburg für sein erstes deutsches Servicezentrum zu überzeugen. Dass die deutsche Zentrale dieses Globalplayers auf dem Gebiet der Life Sciences in Henningsdorf entsteht, ist ein schöner Anfangserfolg“.

„Invest in Germany“ sowie die Vorgängerorganisation, „Industrail Investment Council“ (IIC), begleitete den Ansiedlungsprozess von Healthways. Die Standort-Marketinggesellschaft der Bundesregierung war bei der Auswahl eines Standortes behilflich. Elmar Horn, Seniormanager bei „Invest in Germany“ und Projektleiter der Healthways-Ansiedlung nennt es so: „Dienstleistungen in Gesundheitswesen, wie Healthways sie anbietet, haben in Deutschland großes Potenzial. Diese Investition markiert den Anfang einer wachsenden Zahl von Dienstleistern in dieser Branche. Sie unterstützen chronisch Kranke und verbessern die Behandlungsergebnisse für den Patienten., Gleichzeitig ermöglichen sie den Krankenversicherungen eine noch effizienter Arbeit. Deutschlands demokrafische Entwicklung macht eine Ausweitung patientenbezogener Investitionsbedingungen am Standort Deutschland sehr attraktiv für Unternehmen.“ Man sieht: Healthways wurde von den staatlichen Fördergesellschaften geradezu der rote Teppich ausgelegt. So hat auch die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Brandenburg, die Zukunftsagentur Brandenburg GmbH (ZAB), die helle Freude daran, dass sich diese Art Dienstleistungsunternehmen in Deutschland etabliert. Für Dr. Detlef Stronk, Geschäftsführer der Zukunfts-Agentur Brandenburg GmbH ist die Eröffnung des Service Zentrum von Healthways mit Sitz in Nashville im USA-Bundesstaat Tennessee das Ergebnis einer klugen Förderpolitik. „Was Unternehmen anzieht, sind qualifizierte und bezahlbare Arbeitskräfte sowie die Unterstützung der öffentlichen Hand.“ 100 Arbeitsplätze, am Horizont sogar 250! Dass es so was noch gibt, eine Boombranche! Da kann man schon einmal das Hirn abstellen. 

Und das wir diese Art Wirtschaftsboom auf unsere Kosten nicht wollen, in dem wir als kranker Mensch zum Produkt in der Wertschöpfungsprojekt werden, deshalb ist wichtig sich das Datum Sonntag 13.9.2009 um 13 Uhr Olympiastadion München, vorzumerken!  

Ihre Renate Hartwig

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Reale Zukunftsaussichten, wenn wir uns nicht wehren!

10. August 2009

Den Kapitalgesellschaften, Investoren und Aktiengesellschaften, die sich seit Jahren um die Übernahme unseres  Gesundheitswesens bemühen, geht  es um die ca. 250 Milliarden, die sich im Moment pro Jahr im System befinden. 167 Milliarden davon sind aus unseren Kassenbeiträgen, die restlichen 83 Milliarden stammen vom Umsatz des bereits bestehenden Gesundheitsmarktes. Laut Überlegungen von Investoren ist diese Summe durchaus steigerbar. Die Zahl 500 Milliarden (jährlich versteht sich) wird als erreichbare Zielmarke diskutiert. Dabei wachsen die Begehrlichkeiten Keine Frage, es strecken sich immer mehr Hände nach diesem, unserem Geld aus. Hände, die am Inhalt des Geldtopfes, den wir füllen, interessiert sind und deshalb die Industrialisierung des Gesundheitswesens voran treiben. Nicht wir als Mensch, als Patient stehen im Focus der Begierde, sondern das von uns eingesetzte Geld. Nicht vergessen, der Gesundheitsmarkt ist der einzige wachsende Markt. Da sind Aussagen von Vorstandsvorsitzenden der Aktiengesellschaften wie “ (….) wir können mit neuen Gesundheitsleistungen früher am Markt sein wie andere“ oder „ (..) mit der EPA (elektronischen Patientenakte) können wir langfristig (..) Wertsteigerungen für unsere Aktionäre realisieren“ (..) nicht mehr verwunderlich! Stemmen wir uns gemeinsam gegen die Lobbykraft damit wir nicht  real 2012 folgendes erleben:

Sie fühlen sich nicht wohl. Sie hatten schon öfter Probleme mit dem Herzen und den Nieren. Sie gehen zu ihrem Hausarzt und lesen an der Praxistüre: Wir mussten unsere Praxis schließen. Sie fahren daraufhin zu Ihrem Kardiologen und lesen: „ Praxis geschlossen wenden Sie sich ans nächste MVZ“ Nun versuchen Sie es noch beim Urologen: Hier finden Sie den Hinweis: „Praxis geschlossen, aus zwingenden Gründen verlegt ins MVZ nach…“!  In den strategischen Unterlagen von Kapitalgesellschaften ist bereits festgelegt, was auf Patienten zukommt: Leben Sie auf dem Land kann das nächste MVZ locker bis zu 80 km von ihrem Wohnort entfernt sein, in der Stadt sind – so die Planung – 20 km für jeden Patienten zumutbar! In dem Fall wünsche ich uns allen viel Glück und eine gute Bus- und Bahnverbindung, oder Menschen die uns 80 km ins nächste (in Besitz von Kapitalgesellschaften befindliche)  MVZ fahren. Dort arbeiten angestellte Ärzte, die auf Gewinn und Verlustrechnungen geschult und kontrolliert werden.  

Zu diesen Plänen einer neuen angestrebten industrialisierten Gesundheitswelt können wir gemeinsam am 13. September 2009 um 13 Uhr bei der Bürgerprotestolympiade NEIN sagen! Damit wissen die Politiker zwei Wochen vor der Wahl, dass wir uns einmischen und diese Pläne mit uns nicht gehen! Es geht uns alle an, deshalb zähle ich auch auf SIE!

Ihre Renate Hartwig

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Stimmen zur Privatisierung, die zu wenig wahr genommen werden!

09. August 2009

Geschrieben Oktober 2008, Bürger/in, Name der Redaktion bekannt

(..)Was ist das für eine Berichterstattung? Haben wir es hier noch mit einer unabhängigen Presse zu tun, die von Anbeginn des Rhönskandals so einseitig informiert? Ohne Scham, ungeachtet der menschenunwürdigen Bedingungen die Tag für Tag im Rhönklinikum passieren, tut man so, als sei es nichts. Es ist nichts, dass das Pflegepersonal völlig am Ende ist und weiter für die Dividende ausgepresst wird, es ist nichts, dass die Patienten nur eine 3 Punktpflege erhalten, also die Grundversorgung kaum oder gar nicht stattfindet. Es ist nichts, das Patienten länger an Monitorgeräten gehalten werden und demzufolge nicht mobilisiert werden können, damit der Profit stimmt und es ist auch nichts, dass auch die Chefärzte ständig das Klinikum verlassen, weil auch sie, unter dem ständigen Dauerdruck stehen (Kinderchirurg in Marburg, klinischer Psychosomatiker in Marburg, Neurochirurg in Marburg, Oberarzt in der Augenheilkunde Marburg, mehre Oberärzte in der Dermatologie Marburg, mehrer Oberärzte der Orthopädie, mehrere und so weiter dies ist alles nichts. An ihren Händen, die dies alles wissen und zusehen ohne etwas verändern zu wollen oder eine Veränderung anzustreben, klebt der Schweiß und die Tränen des Personals und es klebt das Blut, die Exkremente, das Leid des Patienten, der ebenfalls als Produkt zur Dividendenerhöhung missbraucht werden! 

Geschrieben Oktober 2008, niedergelassene/r Arzt/Ärztin, Name der Redaktion bekannt

Ich sehe Patienten, die beklagen, das schmutzige Verbände über Tage nicht gewechselt wurden, auch wenn der grüne Schmodder schon ins Bett gelaufen ist.. ich höre Patienten die Mitleid mit dem völlig überlasteten Pflegepersonal haben. Ich höre Patienten die in einem Mehrbettzimmer gelegen haben, die davon berichten, das der fitteste Patient das waschen des Schwächsten übernommen hat, weil das Pflegepersonal die Grundversorgung nicht mehr schafft. Vom Pflegepersonal, die ich auch als Patienten sehe, höre ich, das keine Zeit mehr für Sterbende ist. Keine Zeit ihnen die Hand zu halten, ihnen über die Stirn zu streichen. Was muss noch geschehen, dass die Landesregierung erkennt, dass die Privatisierung einer Universitätsklinik ein Fehler war! Die Politik muss eingreifen, es ist Ihre verdammte Pflicht! Es geht nicht um die Produktion von Handys, wo ein Betrieb, bis zum geht nicht mehr verschlankt werden kann, um ihn dann letzlich ins Ausland zu verlegen, wo die Produktionskräfte billiger sind. Wie lange soll das Leid bestehen, bis man erkennt, dass “die Industrialisierung des Gesundheitswesens in Deutschland” wie Herr Pföhler frohlockt, nicht funktioniert!

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, nur durch den Schulterschluss von uns allen, Bürgerpatient und Patientin, ALLEN Ärzten und Therapeuten, den med. Fachangestellten, sowie dem gesamten med. Pflegepersonal kann diesen Entwicklungen  Einhalt geboten werden: Deshalb zeigen wir Geschlossenheit und treffen uns am Sonntag den 13.September um 13 Uhr zur Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion!

Ich zähle auf SIE !

Ihre Renate Hartwig

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Ein Blick hinter die Kulissen

08. August 2009

Um uns einem weiteren Kapitel und weiteren Namen der expandierenden Gesundheitsindustrie zuzuwenden, müssen wir noch einige Tage beim Fallbeispiel der Rhön Kliniken AG verweilen. Nehmen wir das Wort „Marktdurchdringung“! Im Leitfaden Strategieentwicklung Fachgebiete  des Universitäts Klinikum Giessen Marburg GmbH der Rhön AG ist im Arbeitsblatt Nr. 10 Leistungs- und Marktpriorität zu lesen:

(..) „Marktdurchdringung: hier geht es um das Ausschöpfen des Marktes (Umsatz steigern) mit dem Ziel, bei Kunden erhöhte Umsatzzahlen zu erreichen. Kunden der Konkurrenz abzuwerben und/oder Neukunden zu gewinnen.“(..)

Wir sind mitten drin in der Wettbewerbsfalle: Als Patienten werden wir zu Kunden, wem bitte, außer den Ärzten oder den Krankenhäusern unseres Vertrauens sollen wir abgeworben werden?   Auch die Marktentwicklung wird in den Unterlagen thematisiert: Rhön sucht nach neuen Märkten, da spielt dann die „ geografische Ausweitung Erschließung neuer Abnehmergruppen bzw. Käuferschichten (z.B. Angebot für ausländische Patienten) neue Vertriebskanäle“ eine Rolle. Auf Seite 23 ist auch Marktpotenzial definiert: Noch nicht ausgeschöpfte oder bisher vernachlässigte Bearbeitung bestimmter Absatzmärkte. (z.B. geografisch) oder Marktsegmente (z.B. Personen mit Zusatzversicherung) (..) Auch die Vision und Mission Tenet Healthcare USA wird als Beispiel dokumentiert. Wenn ich die Rechercheordner durchgehe, in denen die Fakten zum Thema Übernahme unseres Gesundheitswesens durch Kapitalgesellschaften gesammelt sind, würde ich am liebsten mit einem Megaphon losgehen um bundesweit in die Wohnzimmer zu rufen: Hallo wacht auf, bevor ihr unsanft als Humanprodukt in der Wertschöpfungskette der Heuschreckenindustrie geweckt werdet!

Einmischen ist Bürgerpflicht,
deshalb gleich notieren und weiter sagen:
Sonntag, 13.9.2009
Bürgerprotestolympiade im Olympiastadion München!

Ihre Renate Hartwig

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Für die, die nicht so gern lesen, eine mündliche Einladung.

07. August 2009

Ihnen ein schönes Wochenende – und schreiben Sie bitte heute noch in Ihren Kalender:

Sonntag 13. September 2009 um 13 Uhr
Bürgerprotestolympiade  im Olympiastadion München

Ich zähle auf Sie

Ihre Renate Hartwig

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Wer stoppt den Wagen, der in Richtung Gesundheitsindustrie rollt?

06. August 2009

Betrachten wir die Reise der Gesundheitspolitik, sehen wir schnell fahrende Limousinen mit verdunkelten Fenstern auf der Überholspur. Im Navigationssystem in der Rhön Limousine ist als Ziel „Übernahme der ambulanten Versorgung“ angegeben. Für die Insassen, den Vorstandschef Pföhler von den Rhön Kliniken AG und den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) steht fest:

Der am 6. Juni 2008 vorgestellte Kooperationsvertrag zwischen der KBV und der RHÖN Klinikum AG ist eine strategische Kooperation. Es wurde 2008 von neuen Perspektiven, von Grenzen die überwunden werden müssen und von einem Gesundheitssystem, das flexible Strukturen und Sprunginnovationen benötigt, gesprochen. Fast schon peinlich, wie jemand wie KBV Köhler auf Nachfrage dieses Zusammenspiel als weitsichtige Aktion verkauft. Und es alsVersorgung der Patienten hinstellt.

Jeder könnte lachen, wenn es nicht zum weinen wäre. Meiner Ansicht nach geht es beiden, Pföhler und Köhler, um gemeinsame Nenner und die heißen: Besitzstandwahrung sowie Macht und Geld. BKV Köhler, der Kraft seines Amtes die durch Zwangsmitgliedschaft unterstellten Ärzte vertreten sollte, geht auf Kurs mit den Zielen von Rhön! Köhler, demonstriert in der Öffentlichkeit Umarmungen mit Ärzten und spricht von der Sorge um uns Patienten! Bei mir wecken die Köhler Aussagen immer mehr die Assoziation des Judaskusses.

Wolfgang Pföhler spricht wenigstens aus, was Rhön plant und durchsetzen will. Es muss sich uns die Frage stellen: Woher kommt seine Sicherheit? Immerhin äußert er was er in seiner Funktion plant und sieht die Rhön AG als Sieger im Umbau des Gesundheitswesens hervorgehen! Wolfgang Pföhler auf der Analystenkonferenz:

„ (..) Ich nenne nur das Konzept der an unseren Konzernkliniken angegliederten medizinischen Versorgungszentren. Unser umfangreich gegliedertes Produktportfolio und die Bereitschaft der Kassen, einen flächendeckenden Service anzubieten. Sie erkenne deutlich, dass die Reformüberlegungen in der Gesundheitsreform uns langfristig in die Hände arbeiten und uns nicht vom Ergebnis Wachstum abbringen werden (…) “

Hier steht das Ziel der Investoren, der Aktionäre, die bedient werden müssen. Von denen ist nichts anderes zu erwarten. Eine AG ist kein Ableger der Mutter Theresa Institution. Nur was sagen die bei Rhön sitzenden Aufsichtsratsmitglieder? Schweigen im Walde! Die sitzen demnach mit in der Limousine und freuen sich über die variablen Aufwandsentschädigungen ihrer Position.

Bis heute habe ich nicht vernommen, dass der SPD Bundestagsabgeordnete Prof. Lauterbach, ebenso Aufsichtsrat bei Rhön, sich bei all seinen öffentlichen Auftritten je über die Ziele von Rhön und deren Verhalten gegenüber Beschäftigten, über die inzwischen öffentlich diskutierte Behandlung von Patienten aufgrund der fehlenden Pflegekräfte und den Umgang mit kritischen Verdi Vertretern geäußert hat. Von Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung, ebenso im Rhön Aufsichtsrat, ist da nichts zu erwarten, das wundert auch nicht.

Als Wahlvolk und Kassenbeitragszahler sollten wir wissen, nie vergessen oder verdrängen:

Es sind die Rahmenbedingungen der Politik die inländische und ausländische Investoren der Kapitalgesellschaften in Sicherheit einer großen Rendite wiegen. Es sind unsere Volksvertreter, die Gesetze erlassen und sich weder vor noch im Wahlkampf über die rasante Fahrt der Gesundheitsindustrialisierung äußern. Die Limousinen auf der Überholspur mit dem Ziel, Ausbeutung durch Umbau unseres Gesundheitswesens, können nur durch Bürgerengagement gestoppt werden.

Zeigen wir den Rasern auf der Überholspur das Stoppschild und sagen NEIN zum Verkauf von Mensch und Medizin.

Wir sehen uns: Am 13.September 2009 um 13 Uhr bei der Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion!

Ihre Renate Hartwig

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Warum Bürgerprotestolympiade?

05. August 2009

Um dem Ausverkauf unseres Gesundheitswesens die Stirn zu bieten!

Die Tendenz hinter den gezielten Angriffen auf unsere Ärzte ist der Ausverkauf des Gesundheitswesens an private Unternehmen mit Profitinteressen. Bei der um sich greifenden Industrialisierung des Gesundheitswesens (Deckname Ökonomie) bleibt aber nicht nur die Praxis unseres Arztes auf der Strecke, wir als Patient werden zur Ware. Da wir von den Medien – warum auch immer – diese Zielsetzungen und Fakten, nicht einmal Ansatzweise erfahren, wägen wir uns in Sicherheit was die wohnortnahe sichere und gute Versorgung durch unsere Ärzte betrifft! Glauben Sie mir, der Trend geht dahin: Wir Patienten werden gerade zur Plünderung freigegeben zum „Auscashen“, wie man in der Wirtschaft sagt. Aber nicht nur uns Patienten geht es an den Kragen. Auch die Hausärzte – die Fachärzte, alle medizinischen freien Berufe sind – entgegen allen verbreiteten Desinformationen -  in einer verzweifelten Situation.

In Amerika gibt es das alles schon: Das Gesundheitswesen in der Hand der Konzerne. Es ist noch einmal um die Hälfte teurer als unser deutsches System. Und es ist eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Zwar versucht Präsident Obama dies gerade zu ändern, doch die Macht der Konzerne und deren Lobbyisten macht ihm das Leben schwer. Für mich ist die Vorstellung, dass die jetzigen amerikanischen Verhältnisse bei uns umgesetzt  werden, der Albtraum schlechthin. Lassen sie uns gemeinsam das Ungetüm bekämpfen das uns bedroht. Ein Gesundheitswesen in der Hand von Kapitalgesellschaften in denen Aktionäre die Gewinner und der kranke Mensch und sein Arzt die Verlierer sind!

Schauen wir uns die nächsten 39 Tage, bis zu unserer Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion an, welche Ziele die einzelnen Kapitalgesellschaften verfolgen, was es für uns als Bürgerpatient, für unsere Ärzte und die Gesellschaft bedeutet wenn deren Ziele erreicht werden.

Beginnen wir mit einer Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Bayern, den Rhön Kliniken AG mit Hauptsitz in Bad-Neustadt. Die im M-DAX notierte Rhönklinikum AG betreibt 48 Kliniken an 37 Standorten.

Rhön Vorstandschef Wolfgang Pföhler sprach auf den Analystenkonferenzen 2006 und 2007 aus, was wir Kassen Beitragszahler wissen sollten:

„(..)Unerwähnt bleiben soll auch nicht, dass wir die Gesundheitsreform zügig und umfassend politisch begleiten. Wir denken, dass es heute zu einem modernen Unternehmen gehört, dass sich der Vorstand dort wo die Interessen des Unternehmens berührt sind, einmischt(..) 

(..)Uns treibt der Anspruch auf Erfüllung des Sicherstellungsauftrages: Wir als Rhönklinikum AG sind hierzu in Gesprächen auf allen Ebenen.”

Diese Aussagen sind keine leeren Worthülsen. Hier vorab klare  Fakten: Der Umsatz von Rhön stieg 2008 um 105 Millionen auf 2,1 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn stieg sogar um über elf Millionen Euro. Rhön spricht in Zeiten der Wirtschaftskrise von Expansion und meint damit, dass sich als Folge der Rezession und der Steuerausfälle der Preis für den Aufkauf unserer regionalen Krankenhäuser sinkt und für die Rhön AG  noch mehr als bisher lohnt.

Mit dem Aufkauf der Krankenhäuser stampft die Rhön AG dann eigene medizinische Versorgungszentren (MVZ) aus dem Boden.

Die können sich dann umwandeln zum ökonomisch erklärbaren Staubsauger: Besondere Eigenschaften: Unsere Beiträge können eingesaugt und unsere niedergelassenen Ärzte weggeblasen werden! 

Gewinn und Verlust, anstatt Mensch und Medizin – diese Entwicklung müssen wir stoppen!

Fortsetzung was dieser Anspruch der Rhön AG für uns bedeutet,  welche Gespräche von Rhön bereits mit Erfolg gekrönt sind folgt morgen……!

Nicht vergessen: Heute in 39 Tagen findet unsere Bürgerprotestolympiade in Münchner Olympiastadion statt…

Ihre Renate Hartwig

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Wir starten durch zur Bürgerprotestolympiade

04. August 2009

„Mach mit“ ist unser Leitmotiv, denn zusammen sind wir stark!

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen,

nach einem Jahr Aufbau unserer Bürgerbewegung ist die Zeit gekommen, Fakten zu schaffen.

Warum? Ganz einfach, die Kapitalgesellschaften setzen ihre Expansionsziele: Umbau unseres Gesundheitswesens zum Gesundheitsmarkt, mit Hilfe von Gesetzgebungen ungehindert um. Mit dem Kauf vom kommunalen Kliniken und Kassensitzen durch Kapitalgesellschaften werden gezielt die freien niedergelassenen Arztpraxen wegrationalisiert. Der Aufbau von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) durch nicht ärztliche Investoren hat Hochkonjunktur!

Wir als Patient werden zur Ausbeutung unserer Kassenbeiträge frei gegeben und zum Freiwild für die Gesundheitsindustrie! Wir werden angelogen über die Pläne im Umbau unseres Gesundheitswesens und die bereits fest gezurrten Netzwerke die in den Hinterzimmern der Politik mitmischen und sogar an den Gesetzestexten mitschreiben!

In Hunderten von Mails, Anrufen, Faxen und persönlichen Gesprächen gibt es von unseren 508 regionalen Bürgertreffs einen Tenor der lautet:

Uns langt es, wann gehen wir nach Berlin zum demonstrieren?

Meine Antwort darauf:

Wir wiederholen unseren Bürgerprotest von 2008 im Olympiastadion im Schulterschluss mit unseren Ärzten, allen medizinischen Berufen und gesellschaftlichen Gruppen! Wir zeigen den Kapitalgesellschaften die rote Karte und sagen Stopp zum Ausverkauf von Patient und Arzt! Wir werden noch vor der Wahl unsere Forderungen bekannt geben!

Im politischen Berlin bleibt nicht verborgen, was mit informierten Bürgerpatienten nicht geht:

Über gezielte Desinformationen Volksverdummung zu betreiben! Über diesen Blog werden ab sofort täglich Hintergrundinformationen zum Gesundheitswesen abgesetzt.

Natürlich indem Ross und Reiter genannt werden!

Starten wir durch ab heute noch 40 Tage zur Bürgerprotestolympiade am Sonntag den 13.9.2009 im Münchner Olympiastadion! Eignet sich hervorragend zum Generationen Familienausflug der besonderen Art!

Jung für Alt, Gesund für Krank, Eltern für Kinder, Großeltern für Enkel, Patienten für Ärzte…!
Durchkreuzen wir die Pläne der Heuschreckeninvestoren und das Spiel der gezielten Nebenkriegsschauplätze!
Ich zähle auf Sie und Ihre regionales Engagement – bis dann – wir sehen uns im Olympiastadion!

Ihre Renate Hartwig

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