Der verkaufte Patient und unser vor dem Verkauf stehendes Gesundheitswesen!

Ein Blick auf eine Stiftungsangestellte, deren beruflichen Weg und ihre Auftraggeber, zeigt wie sich die Drahtzieher des Umbaus längst vernetzt haben.

Auch wenn Sie den Namen Sophia Schlette nicht kennen, deren Tätigkeit hat etwas mit Ihnen als Patient zu tun. Bei der Bertelsmann Stiftung baute Frau Schlette seit 2002 das Internationale Netzwerk für Gesundheitspolitik und Reformen auf und leitet seitdem ebenso das Gesundheitspolitikprogramm der Stiftung. Laut Unterlagen von Kaiser Permanente (USA) führt dieses internationale Netzwerk 2 x pro Jahr Experten aus 20 Industriestaaten zusammen, die über Entwicklungen der Gesundheitspolitik berichten und dabei Vorlagen und Vorgaben befolgen, die durch eine Gruppe unter Sophia Schlettes Führung entwickelt wurden!!!!! Weiter dokumentiert Kaiser Permanente, das Schlette als internationale Vermittlerin und Schulungsleiterin agiert und hoffentlich den Reformprozess bei den deutschen Entscheidungsträgern in Themen wie „Integrierte Versorgung“ beschleunigen kann! Von Februar 2007 bis September 2008 war Sophia Schlette Teilzeitberaterin im deutschen Gesundheitsministerium. Und zwar in der Strategieabteilung des Ministeriums und unterstützte Aktivitäten während der deutschen EU-Präsidentschaft (halbjährlich in 2007). Während der Zeit am Ministerium beriet sie über gute Lösungen in „Praxis und Politik im Ausland“, die auch in der jetzt geführten Reformdebatte Berücksichtigung finden. Zum Beispiel die Koordination der Versorgung und Langzeitversorgung. Sie koordinierte und organisierte zwei Studienaufenthalte der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (Kalifornien 2007 und Massachusetts 2008). Darüber hinaus fungierte Sophia Schlette als Englisch-Reden-Schreiberin für die Äußerungen der Gesundheitsministerin im Ausland. Sie arbeitete bei der WHO und für die EU-Kommission. Seit Mitte der 90-er Jahre fokussiert sie die Angelegenheiten des Gesundheitswesens in Deutschland und anderen Industrienationen. Seit 1. Januar 2009 agiert sie bei Kaiser Permanente in den USA mit einer zeitweisen Anstellung als führender Beraterin für Internationales. Dort informiert sie deren Institut und die Direktion über Verfahrensmöglichkeiten/Versicherungsmöglichkeiten, sowie Zahlungsmechanismen und sie ist die Zentrale für schnelles internationales Datamining (Datenschürfen)!

Meine Fragen an Politiker aller Fraktionen, inwieweit die Umsetzung der amerikanischen Gesundheitswesens über das Unternehmen Kaiser Permanente bei uns eingeführt werden soll, blieben entweder unbeantwortet, oder wurden mit fadenscheinigen Aussagen wie: Wissen wir nichts davon, haben sie missverstanden oder sogar geht sie nichts an, beantwortet.

Zeigen wir der Politik bei der Bürgerprotestolympiade am 13. September 2009 im Münchner Olympiastadion, zwei Wochen vor der Bundestagswahl, hört auf uns für dumm zu verkaufen! Wir wissen was die Konzerne planen, wir sagen NEIN zu dem Umbau unseres Gesundheitswesens in eine Gesundheitsindustrie, in der wir als kranker Mensch zum Humanprodukt, zur gewinnbringenden Ware und unsere Ärzte zu funktionierenden Gesundheitstechnokraten werden!

Ich zähle auf Sie als informierter Bürgerpatient und verantwortungsvoller Arzt!

Ihre Renate Hartwig

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Eine Antwort zu “Der verkaufte Patient und unser vor dem Verkauf stehendes Gesundheitswesen!”

  1. B.Marquardt sagt:

    Monopoly-Spiele mit der Gesundheit der Bevölkerung ? !
    Die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens

    Die Regierung stiehlt sich aus der Verantwortung für die Gesundheitsversorgung.
    Das Gesundheitssystem Deutschlands wird vermeintlich „privatisiert“, in Wahrheit jedoch zu einem überdimensionalen Monopoly-Spiel für Konzerne umgebaut.
    Patienten und Ärzte werden Teile einer möglichst profitablen „Wertschöpfungskette“.

    Die „Gesundheitsreformen“ von Ulla Schmidt haben mit ausdrücklicher Zustimmung von Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre wahren Ziele beinahe erreicht:

    Die Versorgungslandschaft der Kliniken wird sich grundlegend verändern:
    Eine Handvoll ausschließlich profitorientierter Klinik-Konzerne (allen voran die „Rhön-Kliniken AG“) erwerben alle wesentlichen Krankenhäuser einer ganzen Region einschl. Unikliniken und bilden so flächendeckende Monopole, deren „Versorgungskonzept“ und Preisgestaltung (!) sind Bürger und Patienten dann auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

    Freiberufliche Fachärzte werden gänzlich verschwinden. Deren Tätigkeit soll übernommen werden von Konzern-Kliniken und deren sog. “Medizinischen Versorgungszentren” (MVZ) mit angestellten Ärzten ebenfalls nach einem „erprobten“ Vorbild der vormaligen DDR-Polikliniken. Dort werden die vordem ruinierten Fachärzte zu „Haustarifen“ angestellt..

    Im weiteren sind dann auch klinikeigene Hausarzt-MVZ vorgesehen mit allerdings deutlich weniger Hausärzten als heute. Als Ersatz werden Krankenschwestern und „medizinische Fachangestellte“ zu „Hausbesuchen“ eingesetzt nach dem „Schwester-Agnes“- Modell der ehemaligen DDR. Wenn Sie wissen möchten, wie das funktioniert, fragen Sie einen ehemaligen DDR-Insassen – oder jemand, der auf die öffentliche Gesundheitsversorgung in England oder in den USA angewiesen ist.

    Die Zahl der Krankenkassen wird durch den sog. „Gesundheitsfonds“ auf wenige reduziert. Die kleineren Kassen werden zügig verschwinden, die marktbeherrschende Stellung weniger Kassen unter der Führung der AOK massiv gestärkt – ein weiteres Monopol/Kartell.
    Hier geht um die möglichst unkontrollierte Verfügungsgewalt über aktuell 167 Mrd. Euro p.a., die Mitgliederzwangsbeiträge der Gesetzlichen Kranken-Versicherung (GKV).
    Haben Sie sich noch nie gefragt, wo denn die vielen Milliarden Euro verschwinden ?
    Warum gewähren die Kassen selbst dem Bundesrechnungshof keinen Einblick in die Bücher?

    Bürger und Patienten sollen vor vollendete Tatsachen gestellt werden !
    Die Öffentlichkeit wird über die wahren Ziele der „Gesundheitspolitik“ nicht informiert.
    Da ist es von Vorteil, dass neben den SPD-eigenen Zeitungen der Bertelsmann Medien-Konzern mit im Boot sitzt mit seinem immensen Einsfluss auf Fernsehen und Zeitschriften.
    Der Bertelsmann-Konzern ist weiterer Monopoly-Spieler. Hier geht es um Datenmacht und um das (bis zu 14 Milliarden Euro-)Geschäft mit der berüchtigten „Gesundheitskarte“.
    (ca. 2 Millionen Personen werden damit Zugriff auf Ihre persönlichsten Daten bekommen !). Brigitte Mohn sitzt für die Bertelsmann-Stiftung im Aufsichtsrat der Rhön-Klinik-Konzerns neben dem von dort bezahlten Lobbyisten Prof. Lauterbach, dem „Gesundheits-Experten“ und Lautsprecher der SPD. Der ist nebenbei auch „wissenschaftlicher Berater“ der AOK.
    Mit Verfahrenstricks und Änderungen bis zur letzten Minute ließ Ulla Schmidt Ihre „Gesetze“ im Parlament ungelesen wie Blankoschecks abnicken.
    “Ich habe noch nie gesehen, dass Parlamentarier so belogen und so getäuscht und so ausgetrickst werden wie bei diesem Gesetz” , sagte Wolfgang Wodarg (MdB SPD !) als einer von wenigen Abgeordneten der großen Koalition, die bei der Abstimmung zum dem „GKV-Wettbewerbsstärkungs-Gesetz“ Ulla Schmidts, mit Nein gestimmt haben.

    Freiberuflich tätige Ärzte stehen dem Plan der Konzerne nur im Wege, daher wird deren „Eliminierung“ aus der medizinischen Versorgung mit allen verfügbaren Mitteln betrieben.
    “Es muss endlich Schluss sein mit der Ideologie der Freiberuflichkeit !”(Ulla Schmidt)

    Ohne jede Berücksichtigung eines tatsächlichen Bedarfs wird mit einem immensen Aufwand an Steuermitteln die ambulante Öffnung von hochsubventionierten Kliniken und deren MVZ (=Facharztkolchosen, s.o.) betrieben und so ein unlauterer Verdrängungswettbewerb gegen die Arztpraxen inszeniert. Vorgesehen ist nichts anderes als die planvolle Zerstörung der Facharztpraxen auf dem Wege einer entschädigungslosen, sog. „kalten“ Enteignung. Auch dafür stand die DDR Pate. Praxisnachfolger sind unter diesen Rahmenbedingungen nicht zu erwarten. Die Praxen werden zur Aufgabe gedrängt oder billig von den Kliniken aufgekauft.
    Die Rhön-Kliniken planen aktuell 1 Mrd. Euro für den Kauf von Kliniken und den Aufbau von MVZ.

    Gleichzeitig werden aus dem Propagandaministerium von Ulla Schmidt ständig neue absurde Meldungen über zusätzliche Honorarmilliarden für gierigen Ärzte in die Welt gesetzt.
    Nur sind die dort nicht angekommen und niemand weiß angeblich, wo sie geblieben sind.

    Glauben Sie etwa Ulla Schmidt noch oder ihrem Rhön-„Experten“ Prof. Lauterbach ?

    Die Folge: Der Ärztemangel wird rapide zunehmen, die Versorgung wird schlechter.
    Ältere Ärzte gehen in Ruhestand sobald sie können, die jungen gehen ins Ausland oder sonst wohin (70 % der aktuellen Medizinstundenten !). Die Reduzierung der Hausärzte und das Aus für Facharztpraxen gehören zum Konzept der künftigen Herrscher im Gesundheitssystem, es soll so billig wie möglich sein. Der „Rest“ der Zwangsbeiträge fließt als „Gewinn“ in die Taschen von Konzern-Managern und Aktionären.

    Am Ende der von der jetzigen Regierung eingeleiteten Entwicklung werden Bürger und Patienten die Ärzte ihres Vertrauens verloren haben und Kartellen ausgeliefert sein, die ihre einmal gewonnene Monopolstellung dann auch gründlich für sich nutzen werden.
    Das Kartell der Energie- und Mineralölkonzerne lässt grüßen !

    Das Ergebnis ist eine mit Wahrscheinlichkeit schlechtere, in Konzernkliniken jedenfalls unpersönliche und ganz sicher deutlich teurere medizinische Versorgung als heute !

    Gegen den verantwortungslosen Ausverkauf des
    deutschen Gesundheitswesens an profitgierige Konzerne !

    Gegen Monopoly-Spiele mit der Gesundheit der Bevölkerung !

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